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Im Westen viel Schönes!

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Auf unserem täglichen Fußmarsch nach Fertilia in die Wifi-Bar querten wir eine Brücke mit Blick auf einen kleinen Hafen und auf die Reste der alten Römerbrücke, die zum Fischen noch rege genutzt wird.

Hafen Fertilia

Alte Römerbrücke

Am Montag, 28. September sind wir mit dem Bus nach Alghero gefahren. Die Stadt war in ihrer Geschichte immer stark mit Spanien verbunden, Barcelona liegt genau gegenüber. Die katalanischen Einflüsse blieben vor allem in der Sprache lebendig, werden aber von den Jungen nicht mehr übernommen. Alghero gilt als die schönste Stadt der Insel. Bei einem Stadtbummel haben wir den Dom besichtigt, sind auf der Stadtmauer spaziert und haben einen Kaffee mit grandiosem Blick auf Meer und Hafen genossen, von dem wir dann zur Grotta di Nettuno shipperten.

Alghero

Alghero

Hafen Alghero

Auf dem Landweg erreicht  man die Grotte vom Capo Caccia aus über die 654 Stufen der Escala del Cabirola (Rehleiter) durch die senkrechten Felswände bis auf Meereshöhe. Wir haben uns aufgrund meines geschwollenen Knies für die Anreise über den Seeweg entschieden, wenig kräfte-, dafür aber atemberaubend. Die Grotte Nettuno wurde vor Millionen Jahren vom Süßwasser ausgeschliffen. Entdeckt wurde die Höhle bereits im 14. Jhdt. von sardischen Fischern. Vom ca. 3 bis 4 km langen Höhlensystem sind nur die vorderen 500 m erschlossen. Man taucht bei der Besichtigung in eine faszinierende Welt mit märchenhaft schönen Tropfsteingebilden ein. Ich habe mir die ganze Führung (auf Italienisch, Englisch und grottenschlechtem Deutsch) lang gewünscht, Peer Gynts Morgenstimmung zu hören. Erst im nachhinein habe ich gelesen, dass auch musikalische Events in der Grotte stattfinden.

Meerweg zur Grotte

Seeweg zur Grotte Nettuno

Grotte

GrottA

Grotte

Grotte

Rehleiter

Nachdem das Wetter nicht schön war und wir die Küste von Alghero nach Bosa unbedingt bei Sonnenschein sehen wollten, haben wir noch einen Tag verlängert und Sassari besucht. Die Stadt hat uns überhaupt nicht gefallen, könnte aber auch am Wetter gelegen sein. Es war kalt und der Wind pfiff durch alle Gassen. Zu allem Überfluss hat sich auch noch die Überdachungsplane des Cafes auf meine Jeansjacke entleert. Ein schnell bei Zara gekauftes, wollenes Schultertuch samt Loop konnte mich auch nicht mehr für Sassari erwärmen.

Sassari

Schattenbild

Adiosu,

die Womophilen

2 Kommentare

  1. Liebe Sisi, lieber Rudi!

    Ich bin ganz begeistert von Eurer Reise und von den Reiseberichten.
    Wer hat wohl die ganze Reise geplant? Jedenfalls erspare mir dadurch
    eine Reise und etliche EURos. Übrigens – eine Wifi-Bar gibt es auch in
    Vöcklabruck – nicht nur in Fertilia.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht.

    Liebe Grüße
    Erwin

    PS: Nicht vergessen. In einem Jahr wieder umsteigen von Womophili auf „Pädaphili“!

    • Hallo Erwin, unsere Reise ist planlos….entsteht beim Reisen. Mit dem P.S.hättest du noch zehn Monate warten können. Als Buße gibts im Dezember eine Pilgerwanderung nach Schmolln, ned schmolln!

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