womophil

Weiter, immer weiter….

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Den traumhaft schönen Küstenabschnitt von Alghero nach Bosa wollten wir unbedingt ohne Regen erleben, deshalb starteten wir erst am Donnerstag, 1. Oktober. Die Küste war trotz wolkenverhangenem Himmel ein Erlebnis. Die Straße windet sich in Kurven entlang der zerklüfteten Steilküste mit uneingeschränktem Blick aufs Meer, es gibt keine Restaurants und Bars, einfach nur Natur. Man möchte am liebsten alle Haltebuchten anfahren, um nur ja keinen Blick auf die imposanten Felsformationen oder sanften Buchten zu versäumen. Es gibt hier viele Möglichkeiten, zu Fuß über schmale Pfade an einsamste Strandabschnitte zu gelangen.

Zwischen Alghero und Bosa

Nach ca. 50 km öffnet sich das Tal des Fiume Temo und vor uns liegt Bosa märchenhaft zu Füßen der Burgruine Castello Malaspino. Wir waren vom ersten Eindruck an von diesem Städtchen begeistert. Kaum ausgestiegen, hat es auch schon zu regnen begonnen, was aber dem Charme Bosas nichts anhaben konnte. Wir sind durch die kleinen verwinkelten, von bunt bemalten Häusern gesäumten Gassen spaziert und trotz strömenden Regens zweimal auf einen Espresso macchiato in einer Bar gesessen, weil wir uns nicht von diesem Ort trennen konnten. Schade, dass das tolle Geschirrgeschäft Mittagspause hatte, ich konnte mich kaum von den beiden Schaufenstern loslösen. Zwei weitere Espressi wären für meine Kreditkarte genauso strapaziös geworden wie für meinen Blutdruck.

Auf der gegenüber liegenden Seite des Temo stehen noch die alten Gebäude der Gerberei , die wieder renoviert und restauriert werden. Im 19. Jahrhundert war Bosa ein Zentrum der Lederverarbeitung, viele Prachthäuser in der Altstadt lassen noch etwas vom damaligen Reichtum erahnen.

Bosa

Bosa Hafen

BOSA Fassade

Bosa Altstadt

Bosa Altstadt

Für zwei Nächte blieben wir am Campingplatz „Bella Sardinia“ in Torre del Pozzo. Er liegt idyllisch inmitten eines üppigen Pinienwaldes, direkt an einem schönen, weißen, endlos erscheinenden Sandstrand. Beim ersten Versuch, diesen zu erkunden, ergoss sich die letzte Regenwolke in einem Ausmaß über uns, dass wir völlig durchnässt ins Womo flüchteten. Eine halbe Stunde später bot sich uns ein Sandstrand, dass ich aus dem Frohlocken (ja, ich kann das!!) nicht mehr rauskam. Das Meer macht etwas mit mir, das ich nicht beschreiben, aber fühlen kann. Ich komme mir am und im Meer „ganz“ vor, so, als ob alles im Gleichklang schwingen würde, ich mit mir und ich mit allem rundherum. Es ist, als ob mein Körper wüsste, dass wir irgendwann aus dem Meer gekommen sind. Ich bin am Meer unendlich glücklich und freue mich jeden Tag, dass wir uns diese Auszeit gönnen, schenken…..

I  NEED  VITAMIN  SEA

Meer

Meer

mehr Meer

noch mehr Meer

Fundstück

Weg zum Strand

Adiosu,

die Womophilen

Meer Panorama

2 Kommentare

  1. Wenn ich doch schnell tauschen könnte. Bei uns ist es kalt, es regnet. Ich soll die Jahresplanung fertigstellen, aber die ist irgendwo in der Wolke untergetaucht.
    Da sieht man sich mit etwas Neid euren Blog an. Aber ich vergönne euch natürlich das allerschönste Wetter und weiter eine tolle Reise!

    • Liebe Ulli! Es freut mich, wenn die Posts nicht nur gelesen, sondern auch kommentiert werden! Im gleichen Atemzug erfahre ich dann ja auch etwas von zuhause! Es ist wirklich unglaublich, dass wir Ende Oktober noch in Sommerkleidung unterwegs sind. Ich wünsche dir, dass Frau Holle deine Jahresplanung demnächst aus der Wolke schüttelt, aber dann schneit es ja! Lieber auf die Jahresplanung verzichten – dafür muss doch jeder Verständnis haben!
      Alles Liebe,
      sissy

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