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Costa Verde – Die Sahara Sardiniens

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Am Montag, 5. Oktober starteten wir mit einem Besuch der antiken Stadt Tharros, von der nur noch Reste erhalten sind. Große Teile der Anlage liegen noch unter der Erde verborgen, andere sind schon vom Meer überschwemmt. Die alten Straßen der Phönizier sind in einem besseren Zustand als viele jener Straßen, die wir auf Sardinien vorfanden.

Tharros

Der restliche Tag stand unter einem abenteuerlichen Stern und verlangte Womo und Fahrer alles ab. Probe für die Sahara-Tour bestanden!

Oristano haben wir ungewollt im Womo besichtigt. Obwohl die Altstadt nicht womotauglich ist sind wir, einmal falsch abgebogen, bis zum Dom vorgedrungen. Mit eingeklappten Spiegeln, begleitet von staunenden Blicken, sind wir den verwinkelten Gassen unter Schwitzen und Fluchen im Schritttempo entkrochen. Die Engstellen haben sich tief ins Gedächtnis eingebrannt, zum Fotografieren blieb leider keine Zeit.

Weiter ging es durch fruchtbare, landwirtschaftlich genutzte Felder Richtung Costa Verde, vorbei an vielen Bunkern aus dem 2. Weltkrieg. Ohne Vorankündigung standen wir plötzlich vor einer einspurigen, gewaltig langen Notbrücke über den Stagno, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist. Wir hatten die Wahl: Zwei Minuten Angst oder 40 km Umweg. Wir entschieden uns fürs Fürchten. Die Vegetation änderte sich schlagartig, statt fruchtbaren Ebenen erwartete uns steiniges Bergland.

Notbrücke

Ziegenherde am Weg

Bald ging es wieder der Küste entlang mit Aussicht auf wunderschöne Badebuchten. Von weitem sahen wir schon die bis zu 50 m hohen Sanddünen, das Ziel unserer Fahrt. Was wir schlecht recherchiert hatten, war, dass es zwei Zufahrten zu den Dünen gibt. Eine sandige Rumpelpiste und eine querfeldein, bei der zwei Furten zu queren sind. Des einen Freud, des anderen Leid! Während wir uns mühsamst einen Weg durch die Schotter- und Steinpiste suchten, tauchten neben uns immer wieder Geländefahrzeuge und Motocrossmaschinen auf, denen dieses Terrain puren Spaß bereitete. Die letzte Furt passierten wir nur, weil wir wussten, dass es aufgrund der Steilheit des Geländes kein Zurück mehr gab.

Queren der Furt

Straßenbau auf sardisch

Straßenbau auf sardisch

Die Sicht vom Campingplatz „Sciopadroxiu“ über die Dünen, auf dem wir uns neben all den geländegängigen Fahrzeugen wie Exoten vorgekommen sind und der Strand Piscina Mare, traumhaft zwischen den Dünen gelegen, entschädigten uns für die Anfahrt.

Dünen Costa Verde

Strand Costa Verde

Strandidylle

Weg zum Strand

Strand Costa Verde

Dieser Tag stand unter folgendem Zeichen:

Cervi in liberta

Adiosu,

die Womophilen

2 Kommentare

  1. Es gibt sie doch die Wunder ich schreibe dir haha! Lese die Berichte rauf und runter immer wieder gefällt mir wie du das machst. Die Fotos sind so gelungen eine Freude sie anzuschauen! Ich spüre und lese heraus wie gut es dir geht-freue mich sehr für euch schöne Zeit glg Sabine

    • Hallo Schwesterchen, freut mich riesig, dass du mitliest UND kommentierst! Es geht uns wirklich gut, reden gerne von unserer gemeinsamen Womovergangenheit mit euch und den Köckis in der Toskana. Bis bald, Sissy

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