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Der Weg ist das Ziel

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Frühstück

Am 3.10. frühstückten wir mit Aussicht auf diesen Felsen, ein wunderbarer Start in den Samstagmorgen. Anschließend machten wir uns auf die Suche nach dem Nuraghen-Komplex Santa Cristina bei Paulilatino (Oristano). Schnell die Koordinaten eingegeben und schon ging es los. Seit wir mit dem Navi unterwegs sind, schaue ich nicht mehr so viel auf der Karte mit. Mittlerweile habe ich das wieder geändert, in meinem Kopf entsteht sonst kein Bild von unserer Route, ich kann mich nur mit diesen kleinen Ausschnitten nicht am Gesamten orientieren. Wir kurvten irgendwo im Landesinneren herum, nirgendwo ein Hinweis, dass wir uns Santa Cristina näherten. Plötzlich sollten wir an einer Stelle abbiegen, wo es gar keine Straße gab. Nach dem zweiten Versuch war uns klar, dass da mit den Koordinaten etwas nicht stimmte. Ich nahm die Karte und Rudi gab den Ort ins Navi ein. Schnell hatte ich eine Straße gefunden, das Navi hätte uns großräumiger umgeleitet. Ich setzte mich durch und eine abenteuerliche Fahrt durch die Pampas begann. Eine quergerippte Sandpiste mit Riesenschlaglöchern und Erhebungen, verursacht durch Wurzeln von Bäumen am Pistenrand, die ihre Äste nicht unbedingt womotauglich von sich streckten, war dann kilometerlang unsere Fahrbahn. Die schön ausgebaute Schnellstraße hörten und sahen wir einmal links und einmal rechts von uns, wir durften ja sogar unten durch. Weder Tier noch Mensch begegnete uns. Dafür gab es jede Menge Kakteen mit ganz vielen Früchten. Manche Kaktusohrwascheln waren so zahlreich mit Piercings bestückt , dass sie schlapp nach vorne hingen.

KAKTUS

Nach gefühlten Stunden erreichten wir doch noch das Brunnenheiligtum von Santa Cristina, das zu den schönsten und faszinierendsten Kultstätten Sardiniens zählt. Die Nuragher sollen es schon im 1. Jahrtausend vor Chr. errichtet haben. Über eine kleine Vorhalle, deren Fundament noch erhalten ist, führen 25 mit höchster Präzision angefertigte Basaltstufen in den Brunnenschacht zur unterirdischen Quelle. Es ist unfassbar, wie exakt die Steine behauen und erhalten sind. In den Monaten März und September beleuchtet die Sonne während der Tagundnachtgleiche den Brunnenboden durch den Treppenabgang!

Brunnenheiligtum

Das Brunnenheiligtum liegt in einem wunderschönen riesigen Olivenhain. Die Kultstätte wurde von den Christen übernommen. Unweit des Brunnens liegt die von kleinen Pilgerhütten umgebene Kirche Santa Cristina. Zweimal im Jahr werden die Pilgerhütten bei religiösen Feierlichkeiten genutzt.

Uralter Olivenbaum

Pilgerhütten

Kirche Santa Cristina

Olivenbäume

Wir waren uns einig: Die Irrfahrt hat sich gelohnt!

Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir am Campeggio S’Ena Arrubia, mit Pool direkt am endlosen Strand von Arborea gelegen. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen ein Schilfgürtel mit einer bemerkenswerten (Flamingos, Reiher, Gottesanbeterin) und einer höchst unangenehmen Tierwelt (Moskito- und Wespenschwärme).

Schilfgürtel

Gottesanbeterin

Adiosu,

die Womophilen

2 Kommentare

  1. Liebe Sissy, lieber Rudi…ich lese und genieße auch mit euch…
    beim Brunnenheiligtum, das ja meinen Namen trägt…..(nur mit dem Heiligsein hab ichs nicht so)…war ich im Sommer 2012 und habe damals auch die Idylle sehr genossen…..ich wünsch euch eine aufregende wunderschöne Zeit…Lg Christine

    • Da kommt Freude auf, du liest auch mit!! Unsere Zeit auf Sardinien geht morgen mit vielen schönen Erinnerungen und mit ganz viel Vorfreude auf das, was kommen wird, zu Ende. Wir sollten uns im Advent einmal über Sardinien austauschen….Alles Liebe, Sissy

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