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Glück auf!

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Piscina Mare

Am Dienstag, 6. Oktober verließen wir Piscinas auf der besseren Geländepiste, auf der sich unser Womo nicht in alle Richtungen verwand und ächzte, sondern man nur das Gefühl hatte, auf Eisenbahnschwellen dahin zu rumpeln. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Rüttelpisten auch in Zukunft das Ihre zum Schutz der Costa Verde beitragen werden. In Richtung Ingurtosu kommt man an einer verfallenen Bergwerkssiedlung vorbei, noch heute zeugen die Reste der Gebäude davon, mit wie viel Liebe damals Industriebauten errichtet wurden.

Bergbaugebäude

Welch ein Glück, dass die Bergbaugebäude bei uns zuhause in einem besseren Zustand sind! Bereits die Phönizier und Karthager entdeckten die ergiebigen Metalllagerstätten(Blei, Zink, Silber, Barium und Kupfer), die es hier gab. Bis ins Mittelalter wurden diese ausgebeutet und dann stillgelegt. Im 19. Jhdt. hat sich eine richtige Bergbauindustrie entwickelt, die nach dem Zweiten Weltkrieg schon wieder zu Ende ging. Bis in den letzten Zipfel des Südens trafen wir immer wieder auf Überbleibsel der Bergbauzeit.

Bergbaurelikt

Auf unserem weiteren Weg kamen wir wieder einmal an nackten Korkeichen vorbei. Die Korkeiche ist ein immergrüner Laubbaum, dessen Rinde vielfältig verwendet wird. Nach 20 – 25 Jahren werden die Eichen zum ersten Mal geschält. Danach dauert es 9 bis 11 Jahre, bis die Korkeiche erneut entrindet werden kann. Ein Baum kann pro Ernte ca. 45 kg Kork liefern, und das 9 bis 15 mal, dann ist die Korkeiche verbraucht. Lasst es beim Öffnen der nächsten Weinflasche noch etwas bedächtiger ploppen!

Korkeiche

Nach einem Kurzbesuch am traumhaften Capo Pecora mit einer Badepause suchten wir uns einen Stellplatz in Buggerru, weil uns unser im Vorhinein ausgesuchter Übernachtungsplatz aufgrund der Lage nicht gefallen hat.

Capo Pecora

Capo Pecora

Capo one more time

Auf diesem herrschte schon am frühen Nachmittag reger Betrieb. Der Stellplatz ist eine große, unbefestigte Terrasse mit Strom, Trinkwasser, Ver/Entsorgung, und zwei Duschen einfachster Art, die mit ihren Türen und den Holzböden an einen Westernsaloon erinnern. Am späten Abend kommt jemand zum Kassieren.

Stellplatz Buggerru

Stellplatz BuggerruWer findet die Dusche?

Strand Buggerru

Dieser Stellplatz wird für mich immer mit einem ganz besonderen Treffen in Verbindung bleiben: Lilli! Schon bei unserer Ankunft ist uns ein Womo mit Vöcklabrucker Kennzeichen aufgefallen. Bei unserer Abfahrt am nächsten Tag – Rudi war beim Wasserentsorgen – wollte ich noch wissen, woher denn die Vöcklabrucker sind. Lilly antwortete: “Wir sind aus Mondsee und du bist die Elisabeth!“ Ich war ganz baff und Lilli musste mir ein bisschen auf die Sprünge helfen. Sie hatte mich an meiner Stimme erkannt. 30 Jahre!! Es ist 30 Jahre her, dass wir uns in Mondsee bei meinen Anfängen als Lehrerin kennenlernten. Es folgten zweieinhalb Stunden Austausch und wir verließen den Campingplatz mit Erzählungen aus unseren Leben und wertvollen Tipps für unsere Weiterreise! Tausend Dank an Lilli und Herbert! 🙂 🙂 Wir freuen uns schon jetzt auf ein Ploppen in Sizilien!

SonnenuntergangAdiosu,

die Womophilen

 

2 Kommentare

  1. Liebe Sissi,

    wunderbar sind sie, Deine Eindrücke von der Insel! Da kann man richtig gehend dabei sein. Und wir haben auch gleich Capo d’Orso als Tipp mitgenommen 🙂 Danke!

    Liebe Grüße aus der Ecke Palau,
    Frieda

    • Liebe Frieda,
      wir haben rund um die Insel so viele wunderbarste Strände kennen gelernt, dass wir bestimmt wieder kommen! Besonders toll ist es natürlich, in der Nachsaison zu reisen. Es gibt hier aber auch abseits der Küste viel zu entdecken. Wir sind momentan bei Tortoli auf einem Campingplatz mit Pool. Ich mag ja das wilde Meer besonders gerne….geht dann halt eher zum Baden, zum Schwimmen bevorzuge ich den Pool. Ich hab gestern noch bei dir gestöbert, ich schau jetzt bestimmt öfters vorbei. Freut mich, dass du bei mir auch etwas gefunden hast.
      Schönes für euch,
      Sissy

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