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Tausche Obst gegen Kaffee

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Buggerru

Am Donnerstag, 8. Oktober kletterten wir von Buggerru, das in einer engen Schlucht liegt, die im offenen Meer mit einem kleinen malerischen Hafen endet, die imposante Steilküste hinauf, mit letztem Bllick auf unseren Stellplatz und Ausblick auf traumhafte Buchten, die wir nach wie vor mit Begeisterungsrufen kommentieren. Das Schöne an der Nachsaison ist, dass die Strandabschnitte fast alle menschenleer sind. Man kann anhand der geschlossenen Lokale und Bars aber erkennen, dass es hier im Sommer anders aussieht.

Traumbucht

Duftolivenbaum

Wenn ich das Bild sehe, steigt mir der Duft des Feigenbaums, der am Parkplatz vor der Traumbucht Cala Domestica steht, in die Nase. Leider sehe ich auch den ganzen Müll, der wie überall in Sardinien am Straßenrand und auf Parkplätzen in großen Mengen herumliegt. Sind das die Inselbewohner oder urlauben hier auch die Prinzipien der Touristen?

Nach kilometerlanger einsamer „Bergschaft“ führt die Straße extrem steil hinab nach Nebida, das letzte Stück mit 13 % Gefälle durch eine mit hohen Felsen gesäumte Klamm. In Gedanken rochen wir schon wieder den Schweiß der Bremsen, wie damals am Großglockner. Kurz wird der Blick frei gegeben auf einen eindrucksvollen Felsen im Meer, den schneeweißen Pan di Zucchero, der 132 m aus dem Meer ragt.

Klamm

Pan di Zucchero

Der  grandiose Aussichtsplatz „Belvedere“ mit Blick auf die Küste, den Pan di Zucchero, das Farbenspiel des Meeres und das Geräusch der Brandung werden uns immer in Erinnerung bleiben. Die kleine Straße, die sich um den Hügel herumwindet, kann nur zu Fuss begangen  werden. Auf dem Weg liegt die Bar „Al‘ 906 Operaio“. Früher lagerte man hier die Munition für das nahegelegene Bergwerk. Das WC, in dem sich früher die Zündkapseln befunden hatten, mussten wir natürlich auch testen.

Ausblick von der Bar Al'906 Operaio"

Belvedere

Pan di Zucchero

Küste nach Nebida

Kiten an der Küste Sardiniens

Unser nächster Halt war am Campingplatz „Portu Tramatzu“, nahe Teulada.

„Tausche Obst gegen Kaffee“, mit diesen Worten trat Marion in unser Urlaubsleben. Sie campierte mit ihrem Lebensgefährten am Platz neben uns. Die beiden sind so richtige Sardinienliebhaber und -kenner. Sie sind entweder mit ihren Motorrädern, oder wie diesesmal, mit dem Auto auf der Insel unterwegs. Da die Bar am Campingplatz geschlossen hatte, meinte Marion, Womofahrer können sicher Kaffee machen. Da lag sie natürlich richtig! Ich mag das Unkomplitzierte an den Campern, jeder quatscht jeden an, jeder hilft jedem, fast immer trifft das zu. Mit Campern kommt man ganz schnell in Kontakt, im Laufe einer Reise sammeln sich viele nette Bekanntschaften an. Rudi machte schnell Kaffee, ich strickte vor dem Womo. Marion hatte soviel Obst dabei, dass ich ihr einen Teil davon wieder mitgeben wollte. „Das ist dann gleich für morgen Früh!“, meinte sie augenzwinkernd. Am nächsten Tag frühstückten wir dann gemeinsam ausgiebigst. Es war so nett, dass es uns unter unserer Markise, die wir während des Frühstückens aufstellten, auch trotz Regens so lange behagte, dass wir uns dann alle beeilen mussten, um den Platz noch vor 12 Uhr zu verlassen. Vielen Dank für die guten Tipps, Marion & Harald, wir haben sie teilweise schon umgesetzt!

Strand Campingplatz Portu Tramatzu

Der Campingplatz liegt nahe eines militärischen Sperrgebietes. Die dort stattgefundenen Schießübungen hallen noch in meinen Ohren nach und lassen vermuten, dass das italienische Bundesheer noch Geld für Rambospiele hat. Die an diesen beiden Tagen verschossene Munition hätte wohl nicht im Al‘ 906 Operaio Platz gehabt!

Strand Camping Tramatzu

Adiosu,

die Womophilen

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