womophil

Wunderbar wanderbar oder unverhofft kommt oft

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Vor der Abreise Richtung Olbia wollte ich noch einmal spamäßig duschen. Eine Schweizerin meinte: „Gehen Sie hier rein, dort hat es kein Papier!“ Und ich dachte mir aufgrund der zahllosen Schweizer, die wir auf unserer Sardinienreise getroffen haben: „In der Schweiz hat es keine Schweizer mehr. Die sind alle hier unterwegs, hier wimmelt es gerade so von ihnen, die machen Sardinien zum 27. Schweizer Kanton. Dabei haben die nur zwei bis drei Wochen Herbstferien, genial!“

Bergstraße

Frisch geduscht, Womo bewässert und entklot schaukelten wir von Arbatax durch sardisches Gebirgsland Richtung Orosei. Rudis Bergsteigerherz blutete, seine Füße machen schon die ganze Reise lang Probleme. Statt die Gipfel zu erwandern – können diese nur durch den Fotoapparat bewundert werden. Alois & Johanna, die ihr diese Strecke Wochen vor uns getuckert seid, wir haben an euch gedacht!

Womostellplatz

Das gewaltige, zerklüftete Kalksteinmassiv Supramonte, das sich von Nuoro bis Baunei an der Ostküste hinzieht, gehört zu den schönsten Wanderregionen Sardiniens. Die Berge sind zwar nicht besonders hoch, machen dies jedoch mit Einsamkeit, Unberührtheit und Wildnis wett. Man sieht enge Schluchten, imposante schroffe Kalkformationen und weite Plateaus. Auf dem Supramonte gibt es etwa tausend bekannte Höhlen, Nuraghendörfer sowie einen der tiefsten Canyons Europas.

Supramonte

Supramonte Felsformation

Panoramablick Supramonte

Zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch nicht wissen, dass uns die Reise nicht nach Cala Gonone sondern ganz in den Norden an unseren Startpunkt führen sollte.

Panorama Cala Gonone

Der ausgewählte Campingplatz lag nicht am Meer sondern in einem dichten, dunklen Pinienwald. Ich wollte keine Depressionen aufkommen lassen, also nichts wie weiter zum nächsten Campingplatz, der eigentlich ganzjährig geöffnet haben sollte. Doch erstens kommt es anders, als man zweitens denkt. Beim Blick durch die geschlossenen Tore auf die kniehoch mit Laub und Nadeln bedeckten Wege fragten wir uns, ob der Campingplatz heuer überhaupt jemals geöffnet hatte. Die gesamte Küste bis Olbia, das wussten wir, ist zwar wunderschön, aber die Campingplätze sind nur von April bis September geöffnet. Ich wollte keinen Stellplatz in der freien Natur, deshalb kam nach einem Blick in den Campingführer nur mehr unser Ausgangspunkt, Camping Isuledda, in Frage. Schnell aufs Gas gedrückt um noch bei Tageslicht Cannigione zu erreichen. Dieser versäumte Küstenabschnitt wird uns bestimmt noch sehen, das schworen wir uns!

Camping Isuledda

Adiosu,

die Womophilen

 

4 Kommentare

  1. Hallo ihr 2!
    Nun habt ihr die Insel verlassen, es war sicher wunderschön! Was ihr wohl in Kalabrien alles erlebt habt? Und jetzt in Sizilien! Schöne Tempel? Landschaftlich ist es bestimmt auch sehr schön dort? ! Ich warte schon auf deine nächsten Berichte, liebe Sissy! Buona sera! M

  2. Liebe sissy u. rudi, habe erst beim letzten sparverein erfahren, dass du ein reisetagebuch schreibst, finde ich toll, lese ab jetzt alles nach, die fotos sind auch wunderschön. alles liebe susi

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