womophil

Der Kreis schließt sich

| Keine Kommentare

Sardinien – lang, lang ist’s her! Rudi meint, ich mache unsere Reise zweimal, einmal in „Echt“ und einmal beim Verfassen der Beiträge. Mich zurückzuversetzen kommt jetzt schon einer Zeitreise in die Vergangenheit gleich, so viel haben wir seither erlebt!

Camping Isuledda

Vom 17. bis 21. Oktober haben wir unsere Zeit auf dem Campingplatz „Isuledda“ ausklingen lassen. Es wurde gefischt, gelesen, gestrickt, genossen…..

Genießen am Isuledda

…..aber Camping „Isuledda“, wie hast du dich verändert! Obwohl noch geöffnet, warst du bereits im beginnenden Winterschlaf zu erleben. Die schönsten Stellplätze am Meer – Johanna und Alois, auch eurer – waren besetzt, der überwiegende Rest mit den zusammengestellten Wohnwägen der Dauercamper zugeparkt. Ein skuriller Anblick, der ein reges Wiedererwachen in der nächsten Saison erwarten lässt.

Wohnwagenparkplatz Isuledda

Am Montag, den 19. Oktober nutzten wir das schöne Wetter um über Arzachena nach Calangianus zu fahren. Wir haben dort das Korkmuseum, das in wunderschönen, stilvoll renovierten Klostermauern untergebracht ist, besucht. Calangianus ist ein bedeutendes Zentrum der Korkverarbeitung. Wir zwei genossen eine Privatführung mit einer richtig netten Dame, die uns sogar ein Schauobjekt schenkte, das einen Ehrenplatz in unserer Küche bekommen wird.

Korkeichenmuseum Calangianus

Bei uns ist der Kork ja hauptsächlich als Flaschenverschluss oder Dämmmaterial bekannt, hier werden sogar Möbel, Teller und Schöpfkellen daraus gefertigt. Angeblich ist das Material sogar geschirrspülertauglich.

Die Korkernte ist ein arbeitsintensiver, mit viel Know-How verbundener Vorgang. Bei der ersten Ernte ist die Rinde noch stark zerklüftet, deswegen kann sie fast ausschließlich für die Granulatproduktion verwendet werden. Erst die nächsten Schälungen (nach neun bis elf Jahren) sind hochwertiger und für die Korkproduktion geeignet.

1., 2., und 3. Schälung

Anna Grindi entwickelte ein Verfahren, um aus Kork Stoff zu machen. Sie designt Kleidung, unter anderem Hochzeitskleider (Therese!!), daraus.

Anna Grindi Korkdesignerin Sardinien

Die geschälten Korkeichen und die mystischen Wälder haben einen besonderen Eindruck bei uns hinterlassen.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher nach Luras, wo die ältesten Olivenbäume Sardiniens stehen. Der Stamm des größten Baumes hat in einem Meter Höhe einen Umfang von zwölf Metern. Die beiden Bäume sind als Naturdenkmal staatlich geschützt, deshalb darf man auch Eintritt bezahlen, wenn man sie besichtigen möchte. Die Bäume sollen 3000 – 4000 Jahre alt sein, das wahre Alter der Bäume lässt sich nur schätzen, an lebenden Bäumen kann man schlecht die Jahresringe zählen.

älteste Olivenbäume

Die Bäume sind Wildlinge, deshalb werden die kleinen Oliven nicht geerntet. Das wundert mich total. Ich würde die Oliven gerne in meinen Seifen verarbeiten, egal ob als Öl oder Paste, mit dem langlebigen Hintergrund müssten die doch eine tolle Antiagingwirkung haben. 😉

3 800 Jahre alter Olivenbaum

Am Weg nach Luras fährt man am schönen Lago Liscia vorbei, wo Rudi mit einer Notbremsung einem tierischen Womo das Leben rettete. Wir mussten zurücksetzen um es fotografieren zu können.

He, sind wir hier auf Galapagos?

He, sind wir hier auf Galapagos?

Das war ein Riesending, das gleich Aufsehen erregte. Um es vor dem „Takeawaydrang“ zweier Männer zu bewahren, warteten wir, bis die Schildkröte im Gebüsch verschwunden war.

Am Weg zum Lago Liscia

Lago Liscia

Lago Liscia

Obwohl uns Sardinien mit Regen verabschiedete, haben wir hier einen unvergesslichen Start in unsere Auszeit genossen.

Fähre nach Civitavecchio

Ein letztes sardisches Adiosu 2015,

die Womophilen

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.