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Zwischenstopps

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Mit ein bisschen Sehnsucht nach zuhause, die uns Womophil Junior dagelassen hatte, machten wir uns am Montag, 26. Oktober auf den Weg in den Süden. Wir wollten unser Ziel möglichst schnell erreichen, deshalb nahmen wir die A1, die sich ab Neapel A3 nennt. Ab Salerno verlangt man keine Autobahngebühren mehr, entsprechend mickrig ist die Straße mit Schlaglöchern und kilometerlangen Baustellen.

Zwischen Tropea und Capo Vaticano verbrachten wir ein paar ruhige Tage am Campingplatz „Costa Verde“. Wir standen direkt am Meer mit Blick auf Stromboli. War das Meer deshalb so warm? Es ist hier kristallklar und besonders fischreich.

Camping Costa Verde Strand

Fischneid

Die abendliche Anfahrt werden wir wohl nie vergessen, verewigte sie sich doch mit zwei kleinen Abschürfungen am Womo. In Italien werden die Straßen als SS (Strada statale), SP (Strada provinciale) und SC (Strada communale, von Rudi liebevoll in Strada catastrophale umbenannt) bezeichnet. Manchmal dirigiert uns das Navi in Straßen, die einfach als Straße bezeichnet werden. Mittlerweile wissen wir, dass wir diese Straßen meiden, aber nach der langen Fahrt, finster war es auch, passierte es, dass wir in einer Straße landeten, in der es plötzlich kein Vor und nur mehr ein fürchterliches Zurück gab. Ich läutete in dieser abgelegenen Gegend bei einem Haus und eine nette ältere Dame öffnete uns das automatische Tor in ihre Einfahrt um wenden zu können. Ich habe nur hinten geschaut, ob wir eh nicht aufsitzen, die Dame schaute vorne und da war es auch schon passiert. Das Womo schrammte ganz leicht am Sims der Gartensäule vorbei und zog sich kleine Wunden zu.

Pause

Capo Vaticano

Zwei Tage faulenzen, baden und fischen. Nicht einmal der Fang eines großen Fisches konnte Rudis Mitgefühl fürs Womo besänftigen. Wir haben den Fisch zu dem in Sardinien gefangenen in den Gefrierschrank gelegt und ein paar Tage später in Giardini Naxos in Sizilien gegrillt. Die selbst gefangenen Fische zählen zu den herrlichsten Gerichten unserer Reise. Am Abend an einem schön gedeckten Tisch mit einem Gläschen Wein zu dinieren, das kann was.

Selbst ist der Hirsch

Mahlzeit!

Nach unserer Abfahrt am Donnerstag besichtigten wir noch Tropea, eine bezaubernde Ortschaft mit einer malerischen Altstadt, die auf das Thyrrenische Meer blickt. Die Kirche Santa Maria dell’Isola liegt auf einem Felsen unweit des Zentrums, zu Füßen das in allen Blautönen schillernde Meer.

Tropea

Kirche Santa Maria

Gelebte Nostalgie

Rund um Tropea sahen wir zum ersten Mal riesige Zitrusplantagen, die uns anschließend in ganz Sizilien begleiten sollten. Auch die Olivenernte war schon überall im Gange, unübersehbar die ausgebreiteten bunten Netze unter den Bäumen.

Olivenernte

Olivenernte

Das Wetter zog zu, ebenso meine Stimmung. Der Heimfahrvirus machte sich breit und wir suchten uns noch einen Campingplatz in Kalabrien, Camping Villagio Mimosa in Nicotera Marina.

Camping Mimosa

Regen in Strömen, eingebildete Nachbarn, Hunde und Müll am Strand sorgten nicht unbedingt für Genesung.

Am 1. November starteten wir trotz Regens in Richtung Villa San Giovanni, den Fährhafen nach Messina. Das Ticket kauften wir bei einer Autobahnraststätte, im Hafen wartete schon eine Fähre. Diese verkehren im 40-Minuten-Takt Tag und Nacht.

Kaum auf der Fähre das Womo verlassen, landeten wir auch schon auf der größten Insel des Mittelmeeres. Sizilien, wir sind da!

Arrivederci,

die Womophilen

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