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Catania, du Quirlige!

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Am Donnerstag, 5. und Freitag, 6. November tauchten wir in Catania ein!

Der Charme dieser Stadt ist sofort auf uns übergesprungen. Wir haben uns verliebt, Catania und Umgebung – das wird unser Winterdomizil ab 2025!

Catania, die zweitgrößte Stadt Siziliens, hat eine turbulente Vergangenheit. Sie wurde mehrmals von Ausbrüchen des Ätnas zerstört. Der verheerendste war 1669, dabei wurde Catania  unter einem Lavastrom begraben und nur 24 Jahre später, 1693, erschütterte ein Erdbeben die Grundmauern der Stadt. Nichts desto trotz wurde die gesamte Altstadt im Barockstil neu erbaut. Als Baumaterial wurde hauptsächlich Lavastein verwendet, Catania ist eine „graue“ Stadt und als solche einzigartig auf der Welt.

Wir sind zweimal mit dem Bus in die Stadt gefahren um die Freude, die Lebenslust, den Lebenshunger der Bewohner mitzuerleben. Hier weiß man, dass man das Leben Tag für Tag genießen muss und nichts auf morgen verschieben sollte.

Catania, Dom

Catania, Dom

Das Stadtzentrum von Catania ist relativ klein, das macht die Stadt auch so liebenswert.

Vor dem Dom ließ man auf der nach ihm benannten Piazza weite Flächen für den Fall einer neuerlichen Zerstörung frei. Für den Wiederaufbau wurde Material von Gebäuden aus der römischen Epoche verwendet, wie die Säulen aus Marmor vor dem Dom zeigen. An der Piazza Duomo stehen einige prächtige Herrschaftshäuser und das Rathaus, die sich um den Elefantenbrunnen, das Wahrzeichen Catanias, reihen.

Brunnen am Domplatz, Catania

Der Elefant erinnert an Karthago, der Obelisk an die ägyptische und das Kreuz, die Palmen und der Globus an die christliche Kultur.

Fischmarkt, Catania

Il mercato – der Ort, an dem wir uns im Süden besonders gerne aufhalten. Welch eine Freude, welch ein sinnlicher Genuss, hier einzukaufen! Schnell sind alle zuhause geschätzen Hygienevorschriften vergessen, keine sterilen Kühltheken, keine mit Plastikhandschuhen arbeitenden Wurst- und Käseverkäuferinnen. Hier ist nichts gepflegt. Am Stand des Fischverkäufers, der den Riesenfischen Portionen aus dem Leib schneidet, riecht es nach Meer. Ein Duftkonglomerat von reifen Obst- und Gemüsesorten, exotischen Gewürzen und Gewürzmischungen, dutzenden unbekannten Käsearten, Pasta in allen Varianten, Wurst, Fleisch, Fisch und fertigen Gerichten liegt in der Luft. Die Augen können sich nicht satt sehen an den prallen Auberginen, dem Rot der Tomaten, den unterschiedlichen Grüntönen der Artischocken… Selbst das Geschrei und Gedränge fühlen sich hier richtig an.  Wir sind da und sabbern wie der Pawlowsche Hund!

Catania Markt

Catania Markt

Markt Catania

Fischmarkt Catania

Fischmarkt

Fischmarkt Catania

Fischmarkt Catania

Markt Catania

Markt Catania

Eigentlich wollten wir am Freitag eine Hop on – Hop off Tour durch Catania machen, aber es kamen uns unsere Friseurbesuche dazwischen. Ein Erlebnis für sich! Für einen Herrenschnitt und eine Rasur ist es ja egal, wenn man sich kaum verständigen kann, mir verursachte es doch zeitweise ein Unruhekribbeln im Magen. Ich kam mir ganz schön mutig vor, die Farbe nur mit der Farbkarte und ein paar Sprachfetzen, die sich doch erahnen ließen, auszusuchen. Die Googleübersetzung mit „beige“ für die ausgesuchte Farbe beruhigte mich auch nur bedingt. Fazit: Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, dass ich so blond bin, wie zuletzt mit Zwölf.

Frisch rasiert und Haare geschnitten (Rudi), gefärbt und gestylt (Sissy) sind wir noch durch Catania geschlendert und haben uns ein paar Erinnerungsstücke fürs Womo gekauft.

Catania

Catania

Catania

Den beginnenden Abend (die zurückgegebene Stunde merkt man ordentlich!) haben wir in einem netten Restaurant bei sizilianischen Spezialitäten ausklingen lassen. Wir haben Pferdefleisch probiert, der super Englisch sprechende Kellner meinte, das muss man unbedingt gekostet haben. Es hat sehr gut geschmeckt, aber irgendwie gibt es da eine Hemmschwelle bei mir und es wird bei dem einen Mal bleiben. Als wir schon beim Gehen waren, wurden die Fische für den Abend in der Vitrine platziert und wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, erstens ob der Menge an Fisch und zweitens ob der Menge an Cataniern, die uns am Weg zum Bus begegneten, um das beginnende Wochenende in der Stadt zu feiern. Schade, wir mussten zurück.

Fischbuffet

Catania Piazza Duomo

Ciao ciao,

die Womophilen

2 Kommentare

  1. Liebe Sissy, liebe Frau Hirsch!
    Heute finden die letzten Vorbereitungen für den Adventmarkt statt.
    Wir alle würden uns freuen, wenn auch Womophile die Veranstaltung besuchen. Für
    Wohnwägen hätten wir viele passende Weihnachts- „Anhänger“.
    Reinhard würde es gefallen, wenn die Womophilen einen kleinen „MAN“ (Hersteller Deutsche Maschinwerk Augsburg München) fotografieren könnten!

    Liebe Grüße
    Lisa u. Reinhard

    Ergänzung: Es gibt auch Schlüsselanhänger zu kaufen.
    LG. Reinhard

    • Liebe Lisa,lieber Reinhard!
      Ihr macht mich ganz neugierig auf die vielen passenden Weihnachtsanhänger! 😉 Ich habe schon gehört, wie fleißig ihr gewesen seid. Das Wetter war heute kurzfristig besser, jetzt regnet es wieder. Die Äolischen Inseln werden wohl noch warten müssen und wir starten morgen die Heimfahrt. Reinhard, ich halte Ausschau nach Man LKWs. Ein Feuerwehrauto hab ich schon, Lukas, leider nur von hinten! Bis Sonntag wird das Heimkommen knapp. Reinhard, kannst du bitte einen Anhänger für mich aussuchen? Frau Petritsch übernimmt bitte das Pekuniäre.
      Vielen Dank und bis bald!

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