womophil

Marrakesch – krönender Abschluss

31. März 2016 von sissy | 4 Kommentare

Durch das Tal der Ammeln, benannt nach dem dort lebenden Berberstamm, verließen wir am Mittwoch, 9. März Tafraoute.

Faszinierende Landschaft im Tal der Ammeln

Faszinierende Landschaft im Tal der Ammeln

Dorf im Tal der Ammeln

Dorf im Tal der Ammeln, die Hauswände sind in Braun,Ocker, Rosa und Blau gehalten.

Im Tal der Ammeln

Im Tal der Ammeln

Im Hochtal des Qued Baha bot sich uns ein fast Rundumblick auf den Agadir Tizrgane, der malerisch auf einem Tafelberg thront. Das Dorf mit dem Getreidespeicher stammt aus dem 13. Jahrhundert. Agadire sind steinerne Speicherburgen, in denen die Ernte und wichtige Familiengüter der Dörfer aufbewahrt werden. Ich habe gelesen, dass es innerhalb der Speicher bis zu 300 Fächer gibt, die man verschließen kann. Den Schlüssel verwahrt das jeweilige Familienoberhaupt. Viele dieser Agadire sind noch immer in Gebrauch und werden deshalb nachts bewacht.

Agadir Tizrgane

Agadir Tizrgane

Agadir Tizrgane

Agadir Tizrgane

Dorf mit Agadir

Dorf mit Agadir

Weiter ging's aud der fast menschenleeren Hochebene

Weiter ging’s auf der fast menschenleeren Hochebene

Rudi bekam halbstündige Fotografierverbote

Rudi bekam halbstündige Fotografierverbote….

…..und wir erreichten doch noch Ait Meloud, von wo aus wir über eine Schnellstraße nach Agadir düsten um dann über die A4 unser Tagesziel Marrakesch zu erreichen.

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Das Navi führte uns wieder einmal quer durch die Stadt, auf zweispurigen Straßen ist man mindestens vierspurig unterwegs und dabei sind noch nicht einmal die links und rechts vorbeizischenden Mopeds und Motorräder und die nach Lust und Laune straßenquerenden Fußgänger eingerechnet, ist hier immer Rushour?? Ich bewundere den Womofahrer meines Vertrauens, der geschickt unser Gefährt hier durchmanövriert, wohlwissend, dass er für alle sich uns nähernden und überholenden Fahrer mitdenkt, weil er genau weiß, dass er sich hier nicht auf allgemein gültige Verkehrsregeln verlassen kann.

Der krönende Abschluss unserer Marokkoreise war der Besuch der letzten der vier Königsstädte mit Julian.

Wie in 1001 Nacht lebten wir fünf Tage, vier davon mit Womophil Junior, am Campingplatz „Manzil La Tortue“, dem sicherlich schönsten in ganz Marokko.  Er liegt ca. 15 km außerhalb der Stadt und ist 5 km lang nur über staubige Pisten zu erreichen. Man glaubt gar nicht, da noch irgendwo anzukommen, doch wenn sich das automatische Eisentor öffnet, ist man in einer anderen Welt.

Womophil Junior hat ein Händchen für Unterkünfte zum Wohlfühlen!

Womophil Junior hat ein Händchen für Unterkünfte zum Wohlfühlen!

Eingang zu Julians Berberzelt

Eingang zu Julians Berberzelt…

....Orangenbäume und Palmen im Vorgarten

….Orangenbäume und Palmen im Vorgarten

Den ersten gemeinsamen Nachmittag und Abend verbrachten wir mit Quatschen, Spaß haben und Grillen. Es gibt hier ganz geniale runde Tische mit einer Grillplatte in der Mitte, serviert wird, was das Herz begehrt.

Gwürze und Marinaden für Fleisch und Gemüse

Gewürze und Marinaden für Fleisch und Gemüse

Es duftet und brutzelt schon

Es duftet und brutzelt schon

Der einzige Nachteil des Campingplatzes ist, dass man nur mit einem Taxi nach Marrakesch kommt, den macht aber die Pünktlichkeit der Fahrer gleich wieder wett!

Sich in Marrakesch einfach nur aufzuhalten, ist schon ein Erlebnis der besonderen Art. Und genau das haben wir zelebriert!

Marokkos berühmtester Platz

Marokkos berühmtester Platz

Djemaa El Fna, der pulsierende zentrale Marktplatz Marrakeschs zieht einen sofort in seinen Bann. Der Name bedeutet in etwa „Versammlungsplatz der Getöteten“ und weist darauf hin, dass hier einst die aufgespießten Köpfe der Hingerichteten zur Schau gestellt wurden, wie makaber!

Man weiß nicht, wo man zuerst hinsehen soll! Schlangenbeschwörer, Gaukler, Henna-Malerinnen, Verkaufsstände, Garküchen, Menschen aus aller Herren Länder und die Eingänge in die Souks. Der Geräuschpegel ist ohrenbetäubend. Aus allen Richtungen hört man schrille Flötentöne, paukende Trommeln, dudelsackähnliche Töne und den Muezzin. Es duftet von den leckeren Essensständen, Gewürzen, frischem Zitronen- und Orangensaft – ein Spektakel für alle Sinne! Wir tauchen in die Souks ein und lassen uns treiben.

Souk Marrakesch

Orientalische Süßigkeiten

Orientalische Süßigkeiten

Babouches in allen Farben

Babouches in allen Farben

Souk Marrakesch

Mopeds und turmhoch beladene Schubkarren zwängen sich durch die engen, am Abend auch noch mit Menschenmassen vollgestopften Gassen.

In Marrakeschs Souk

Marrakesch Souk

Marrakesch Souk

Marrakesch Souk

Hier wird genau registriert, wohin der Blick schweift und die Händler können ganz unschön aufdringlich werden. In der Zwischenzeit haben wir ja gelernt, dass der halbe Preis des ursprünglichen Verkaufspreises ganz gut ist. Wenn man gar zu grob unterbietet, wird das Geschäft entweder nicht abgeschlossen oder der Verkäufer läuft einem doch noch nach.

Marrakesch Souk

Marokkos Orangen und Mandarinen schmecken herrlich fruchtig und süß. Sie sind auch nicht so „aggressiv“ wie bei uns zuhause, wo sie bei mir meistens einen Ausschlag im und um den Mund verursachen.

Am Abend wird in den Garküchen gekocht und gegrillt. Die Köstlichkeiten werden gleich rund um den Kochstellen verspeist. Allerhand Abstruses ist zu sehen und zu riechen: Gekochte Kuh- Schafs-und Ziegenfüße, Zungen und Innereien, die bei den Einheimischen regen Absatz finden.

Julian und ich zogen Fleischspieße vor, Rudi wählte eine Tajine, neben Couscous Marokkos Nationalgericht. Die Tajine gibt es in unzähligen Varianten mit Lamm- oder Rindfleisch, Huhn oder Fisch garniert mit Gemüse, Datteln, Oliven und Nüssen oder gänzlich vegetarisch. Kaum sind wir gesessen, standen auch schon Oliven und verschiedene Aufstriche mit Brot am Tisch. Einfach himmlisch!

Garküchen in Marrakesch

Garküche Marrakesch

Der Geruch rund um diese Garküche ist gewöhnungsbedürftig, hier werden Schnecken in einem Kräutersud gegart. Hoffentlich bleibt es uns erspart, nach unserer Rückkehr im Garten eine solche aufzustellen und all unsere Freunde zum Schneckenschlürfen einzuladen! Eines wäre sicher: Das lästige aus dem Hauskletzeln bliebe bei den heimischen Schnecken erspart! ;(

Garküche Marrakesch

Der Dunst der Garküchen begleitete uns auch noch auf die Terrasse des Restaurants, in dem wir noch einen marokkanischen Whiskey, einen Pfefferminztee mit viiiiel Zucker (Lösung kurz nach der Sätttigung) zu uns nahmen. Es war wunderschön, den Abend hier oben ausklingen zu lassen, auf das Gewusle unter uns zu schauen und dem Muezzin zu lauschen.

Marrakesch bei Nacht

Marrakesch bei Nacht

Marrakesch bei Nacht

Kulturell haben wir Marrakesch auf den Bahia Palast und den Jardin Majorelle beschränkt.

Der Bahia Palast hat gigantische Ausmaße, besitzt über 160 Räume und unzählige Patios (Innenhöfe). Sein andalusischer und maurischer Baustil vermittelte uns schon einen Vorgeschmack auf Spanien. Fast in jedem Raum sind kunstvolle Fliesen aus Marmor, wunderschöne Mosaike und Zimmerdecken aus geschnitztem Zedernholz. Die traumhaften Innenhöfe mit ihren Bogengängen und üppigen Pflanzen sind eine Augenweide. Der Bahia Palast diente als Kulisse für zahlreiche Filme und wird heute noch für die Unterbringung von Staatsgästen genutzt. Patio im Bahia Palast

Zimmerdecke im Bahia Palast

Bahia Palast in Marrakesch

Der Jardin Majorelle ist eine Oase mitten in der Stadt, allerdings mit einem happigen Eintrittspreis.Yves Saint Laurent hat den Garten des französischen Malers Jaques Majorelle vor dem Verfall bewahrt Das spezielle Kobaltblau, das man im Garten immer wieder sieht, heißt nach ihm Majorelle-Blau. YSL holte sich hier die Inspiration für seine Kollektionen, nach seinem Tod wurde seine Asche im Rosengarten verstreut.

 

Le Jardin Majorelle

Le Jardin Majorelle

Jardin Majorelle

Jardin Majorelle

Viel zu schnell waren unsere gemeinsamen Tage in Marrakesch vorbei, wir tranken einen letzten gemeinsamen Thé vert a là menthe und brachten Julian zum Flughafen. In seinen Ohren klingt noch immer das freundliche: „Some more tea, Sir? Of course, Sir! You are welcome, Sir!“, nach.

Abschiedstee Manzil La Tortue

Abendstimmung Manzila La Tortue

Abendstimmung am Manzil La Tortue

Abendstimmung am Manzil La Tortue

Salam,

die Womophilen

Flughafen Marrakesch

Durchs Arganland von Agadir nach Tafraoute

28. März 2016 von sissy | 5 Kommentare

Sehr entspannte Tage verbrachten wir von Mittwoch, 2. März bis Montag, 7. März am Campingplatz „Atlantica d’imourane“,  14 km nördlich von Agadir. Hier hat sich die Infrastruktur total an die vielen europäischen Dauercamper angepasst, die die Wintermonate hier verbringen, inklusive Preisgefüge.

Zum ersten Mal am Atlantik - der Tidenhub ist gewaltig

Zum ersten Mal am Atlantik – der Tidenhub ist gewaltig

Warten auf die Flut

Warten auf die Flut

Agadir ist das bedeutendste marokkanische Badezentrum mit einem mehrere Kilometer langen , feinsandigen Strand und einem Klima mit Sonnengarantie. Für uns war es hier wenig marokkanisch, wir machten einen Badeurlaub mit fischen, sonnen, lesen und ausgedehnten Strandspaziergängen. Fast jeden Tag kam der Fischer auf seinem Rad mit einer kleinen, aber feinen Fischauswahl vorbei. Die Obst- und Gemüsehändler zogen mit ihren Karren durch die asphaltierten Straßen. Schattenspender auf unserem Stellplatz waren die links und rechts von uns stehenden Superliner, die unser Heim fast zum Gesindewomo degradierten.

Am Strand von Agadir

Am Sonntag fährt man mit Opa, Kind & Kegel zum Meer

Am Sonntag fährt man mit Opa, Kind & Kegel ans Meer

Am Strand von Agadir

Am Campingplatz gab es eine Autowaschanlage, einen Künstler, der die Womos bemalte, einen Polsterer und einen Näher für Markisen, Windschutzscheibenabdeckungen und Fahrradhüllen, für alles also, was das Womoherz begehrt.

Marokko - verewigt am Womo

Marokko – verewigt am Womo

Am Montag, 7. März organisierten Youssef und sein Vater, Italiener mit marokkanischen Wurzeln, die wir auf der Fähre kennengelernt hatten, für uns und ihre italienischen Freunde einen Besuch in einer Argan- Kooperative in Ait Amira.

Besuch der Argan-Kooperative in Ait Amira

„Baum des Lebens“ wird die Arganie im Südwesten Marokkos genannt, versorgt die Berber mit Holz als Brennstoff und dient als Gerüst für ihre Häuser. Das dornige Gewächs gehört zu den ältesten Bäumen der Welt, das einst in Nordafrika weit verbreitet war.  Die weit verstreut wachsenden Bäume mussten aber besonders um Agadir Gewächshäusern und Gemüseanbau weichen. Ein 820 000 Hektar großes Gebiet im Südwesten von Marokko wurde 1995 von der UNESCO zum gesetzlich geschützten Biosphären-Reservat ernannt.

wenn am Boden alles kahl ist, wird ein Stockwerk höher geschaut

Wenn am Boden alles kahl ist, wird ein Stockwerk höher geschaut!

Arganbaum mit Ziegen

Ziegen lieben Arganblätter und -nüsse

Ziegen lieben Arganblätter und -nüsse

Der dornige Arganbaum, der bis zu 10 m hoch werden kann, passt so wunderbar in diese karge Landschaft. Selbst Biologen rätseln darüber, warum er nur im Südwesten Marokkos gedeiht. Seine ausladende Krone kann mehr als 70 m Umfang erreichen. Der Arganbaum kann lange Trockenheit und bis über 50° C aushalten. Wegen seines harten Holzes wird er auch „Eisenholzbaum“ genannt.

Arganbaum

Seit einigen Jahren gibt es einen richtigen Hype um dieses Öl, es wurde sowohl von der Kosmetikindustrie als auch von Spitzenköchen entdeckt.

Die äußere Schale ist 15mal härter als die von Haselnüssen

Die äußere Schale ist 15mal härter als die von Haselnüssen

Je nach Qualität lassen sich aus etwa 100 kg Arganfrüchten zwischen 10 und 20 kg Samenkerne gewinnen, aus diesen wird bestenfalls ein einziger Liter Öl gepresst. Arganöl, das weiße Gold Marokkos!

Die zweite, weichere Schale wird als Tierfutter verwendet

Die zweite, weichere Schale wird als Tierfutter verwendet

Händisch werden die Kerne von Schalenresten befreit

Händisch werden die Kerne von Schalenresten befreit

Der Arganbrei wird auf Vlies aufgetragen.....

Der Arganbrei wird auf ein Vlies aufgetragen…..

...und gepresst

…und gepresst

Ölmühle der Berberinnen

Ölmühle der Berberinnen

Bei den Berbern war die aufwändige Herstellung immer Frauensache. Im Jahr 2002 wurde in Tiout eine erste Kooperative gegründet, unterstützt vom Fürstentum Monaco und einer Stiftung von König Mohammed V. Seither entstehen immer mehr solcher Gemeinschaftsprojekte im ländlichen Marokko. Die Berber nutzen das Öl schon seit Jahrhunderten zur Haut- und Haarpflege und zur Behandlung von Wunden und Entzündungen. Die gerösteten Arganfrüchte werden zur Gewinnung von Speiseöl verwendet und verleihen ihm den typischen, nussigen Geschmack. Das zu 80 Prozent aus ungesätttigten Fettsäuren bestehende Öl hilft außerdem den Cholesterinspiegel zu senken.

Nach der Führung und erfolgreichem Einkauf speisten wir die beste Tajine bei einem Freund von Youssefs Vater. Das frisch vor der Tür in einem Lehmofen gebackene Brot war zum Dahinschmelzen. So einfach – und so gut!!!

Die fertigen Tajinen warten auf Abnehmer

Die fertigen Tajinen warten auf Abnehmer

Die erste Tajine war mit Rindfleisch, die zweite mit Hühnerfleisch und Rosinen

Die erste Tajine war mit Rindfleisch, die zweite mit Hühnerfleisch und Rosinen

Ich will auch so einen Ofen!!!

Ich will auch so einen Ofen!!!

Nach dem Teezeremoniell verabschiedeten wir uns mit der schönen Aussicht auf ein Treffen am Gardsee!

Unsere Reise führte uns weiter über Tiznit und die Täler und Höhen des Antiatlas bis nach Tafraoute. Eigentlich wollten wir hier nur übernachten, aber die dramatisch aufgetürmten Felswände, die am Abend in ein zartes Rosa getaucht waren, verzauberten uns dermaßen, dass wir unseren Aufenthalt am Campingplatz „Granit Rose“ verlängerten. Außerdem kochte Omar, der Chef des Platzes, ein wunderbares Couscous für uns. Er servierte es uns mit einem Salat ins Womo und wir konnten drei Tage davon essen. Seit Tafraoute fährt auch ein Tajine-Geschirr in unserer Brause mit, weich verstaut zwischen Teppichen und Poufs. Wenn wir wieder nach Marokko kommen, ist Tafraoute ein fixes Ziel für uns!

Felsformation in Tafraoute

Campingplatz Granit Rose

Campingplatz Granit Rose

Auf dem Weg vom Campingplatz nach Tafraoute

Auf dem Weg vom Campingplatz nach Tafraoute

Imkereiprodukte und -zubehör, das wäre ein El Ddorado für Fredi

Imkereiprodukte und -zubehör, das wäre ein El Ddorado für dich, Fredi!

So schöne Berberteppiche - monatelange Arbeit

So schöne Berberteppiche – monatelange Arbeit

Tafraoute

Tafraoute

Tafraoute

Salam,

die Womophilen

 

 

Von fast Wüste bis ganz Küste

25. März 2016 von sissy | Keine Kommentare

Eine unglaublich beeindruckende Strecke führte uns vor Agdz über einen 1.700 m hoch gelegenen Pass, von dem man auf der anderen Seite auf das dunstverhangene grüne Band des Draatales blicken konnte. Das Draatal ist das größte Dattelanbaugebiet Marokkos.

Auf dem Weg nach Agdz

Pass vor Agdz

Pass auf dem Weg nach Agdz

Am Sonntag, 28. Februar und am Montag, 29. Februar standen wir in Agdz am Campingplatz „Kasbah La Palmeraie“. Es war fein, zwei Tage in dieser Oase der Ruhe zu verbringen.

Campingplatz "Kasbah La Palmeraie"

Campingplatz „Kasbah La Palmeraie“

Aziz und seine aus Frankreich stammende Frau kümmern sich liebevoll um die Gäste. Die Dame des Hauses führte uns durch den eigenen Palmenhain und die 350 Jahre alte Familienkasbah. Architekturstudenten aus Deutschland und Österreich helfen beim Wiederaufbau und der Renovierung der Kasbah.

Blick auf die 350 Jahre alte Familienkasbah

Blick auf die 350 Jahre alte Familienkasbah

Innenhof der Kasbah - die Orangenbäume sind leider alle eingegangen

Innenhof der Kasbah – die Orangenbäume sind leider alle vertrocknet

Studenten beim Renovieren der Kasbah

Studenten beim Renovieren der Kasbah

Im Inneren der Kasbah

Im Inneren der Kasbah

Blick von der Terrasse der Kasbah

Blick von der Terrasse der Kasbah

Leider werden die neuen Häuser mit Zementziegeln errichtet, die zwar weniger Pflege bedürfen, aber dem heißen Sommer und den kühlen Nächten nicht gerecht werden können. Der Autor unseres Reiseführers „Mit dem Wohnmobil nach Marokko“, Friedrich Riehl, hat sich mit seiner Frau hier in Agdz ein traditionelles Haus in Lehmbauweise errichten lassen und meint, damit manchen etwas nachdenklich gestimmt zu haben, wenn die reichen Europäer hier bauen wie die Alten. Es bleibt zu hoffen, dass viele junge Leute die Vorteile der klassischen Bauweise erkennen und diese wieder vermehrt nutzen.

Am Dienstag, 1. März machten wir einen Abstecher in eines der fruchtbarsten Täler Marokkos, in das Draatal zwischen Agdz und Zagora. Es wird hier intensive Landwirtschaft betrieben, mehrere Ernten pro Jahr sind möglich, wenn genügend Wasser vorhanden ist. Wir schnupperten nur bis kurz nach Igdaoun, ließen das zweite Erg Marokkos, Erg Lihoudi ungesehen vor uns liegen und setzten unsere Tour nach Westen über mehrere Pässe und Hochebenen fort.

Draatal

Draatal

Frau bei der Arbeit

Frauen bei der Arbeit im Draatal

Oasenband im Draatal

Oasenband im Draatal

Schilfflechter am Straßenrand

Schilfflechter am Straßenrand

Blick auf Oasenband

Schmale Asphaltbänder mit bis zu 20 cm hohen Abrisskanten führen durch die Landschaft

Schmale Asphaltbänder mit bis zu 20 cm hohen Abrisskanten führen durch die Landschaft

Nach jedem Berg wieder unendliche Weiten......

Nach jedem Berg wieder unendliche Weiten……

In Taliouine findet man in der Ortsmitte das Haus des Safrans und ein bisschen außerhalb in Toubkal den gleichnamigen Campingplatz, den wir uns zum Übernachten ausgesucht haben.

Blick vom Campingplatz Toubkal auf ein Dorf

Blick vom Campingplatz Toubkal auf ein Dorf

Am Mittwoch, 2. März mäanderten wir durch einsamstes Gebiet auf der N10 Richtung Taroudannt, begleitet von Arganienbäumen und vom Wind verwehten Zivilisationsüberresten.

Arganienbaum am Weg

Arganienbaum am Weg

Plastic Planet

Plastic Planet

Der Esel gehört zum Straßenalltag

Der Esel gehört zum Straßenalltag

Plötzlich wird es fruchtbar und wir fahren kilometerweit durch Obstplantagen

Plötzlich wird es fruchtbar und wir fahren kilometerweit durch Obstplantagen

Auf einem gut besuchten Markt kurz vor Taroudannt kauften wir Obst und Gemüse ein. Innerhalb weniger Minuten zogen wir einen Schwarm Kinder mit, wahrscheinlich sind hier Touristen eher die Ausnahme. Trotzdem reagierten die Händler gleich mit saftigen Preiszuschlägen und ich verweigerte bei einem Stand den Einkauf. Leider haben wir diese Erfahrung öfters gemacht. Ein bisschen mehr zu bezahlen ist ja akzeptabel, aber wenn sich die Preise europäischem Niveau nähern, dann schrillen die Alarmglocken. So gerne kaufe ich auf Märkten ein, aber wegen dieser Unart habe ich dann doch (wenn überhaupt vorhanden!!) Supermärkte vorgezogen.

Diese kleinen Bananen schmecken sooo süß!

Diese kleinen Bananen schmecken sooo süß!

Markt vor Taroudannt

In Taroudannt parkten wir das Womo an der Stadtmauer vor dem Hotel Salam, hier könnte man auch über Nacht stehen bleiben. Es dauerte gar nicht lange und wir eierten mit einer ziemlich ramponierten Kutsche in Richtung Medina. Leider entpuppte sich die angekündigte Tour als Shoppingabzocke, die wir ganz schnell beendeten. Der Besuch einer vorgetäuschten Argan-Cooperative schlug dem Fass den Boden aus. Bei unserem Eintreten band sich eine Frau eine Schürze um, setzte sich showmäßig zu einer handbetriebenen Ölmühle und schlug ein paar Argannüsse mit einem Stein auf. Ihr Geschäftspartner wollte uns im Verkaufsraum Arganprodukte zu einem Literpreis von mehr als 150 € verkaufen (mehr zur Argan-Cooperative im nächsten Beitrag). Anscheinend funktioniert das aber, ansonsten gäbe es nicht so viele dieser Scheinbetriebe.

Stadtmauer von Taroudannt

Stadtmauer von Taroudannt

Taroudannt

Taroudannt - mit der Kutsche in die Medina

Taroudannt – mit der Kutsche in die Medina

Taroudannt

Eine 8 km lange Mauer umgibt die Medina von Taroudannt. Es gibt zwei größere Plätze, rundherum mit netten Cafés, die zum Verweilen einladen würden. Wir aber spürten nur mehr die Sehnsucht nach Meer und machten uns mit großer Vorfreude auf nach Agadir.

Agadir

Salam,

die Womophilen

 

 

Route des Kasbahs

17. März 2016 von sissy | 4 Kommentare

Am Freitag, 26. Februar verließen wir den Erg Chebbi und machten uns auf den Weg Richtung Norden nach Erfoud um über die R 702 nach Tinejdad und auf der Route des Kasbahs Richtung Westen bis zur Todrhaschlucht zu reisen.

Die Gegend um Erfoud ist bekannt für ihre reichhaltigen Fundstätten an Meeresfossilien, man sieht überall wunderschöne Schnecken- und Muschelversteinerungen, die zu Tischplatten, Waschbecken oder Schmuck verarbeitet werden.

Fossilienmekka Erfoud

Wir kurvten wieder durch fast menschenleere Gegend. Mittlerweile gefällt es mir und ich kann die Ruhe genießen, die hier herrscht. Einfach nur die minimalen Farbunterschiede wahrnehmen, das viele Braun zum blauen Himmel ist eine tolle Kombination, wenn dann noch weiße Berggipfel dazukommen oder doch etwas Grünes, dann ist das ein Genuss für das Auge.

Auf der R 702 nach Djorf

Auf der R 702 nach Djorf

Route de Kasbah

Der Blick über die Oasengärten auf die Lehmdörfer ist traumhaft. Die erdfarbenen Bauten heben sich wie riesige Sandburgen gegen das Blau des Himmels ab und fügen sich harmonisch in die Umgebung ein.

Kasbah bei Tinerhir

Kasbah bei Tinerhir

Kasbah Tinerhir

Tinerhir

Am Nachmittag erreichten wir den Campingplatz“Le Soleil“ an der Einfahrt zur Todrhaschlucht, wo wir auf unsere liebe Fährbekanntschaft Doris und Thomas trafen. Die beiden verbrachten hier ein paar Tage um einige der mehr als 400 Kletterrouten zu erklimmen. Die 8 km lange Schlucht ist ein Kletterparadies für Schwindelfreie. Mir genügte schon der Blick in die 300 m hohen, senkrechten Wände, die den Himmel über mir verdeckten.

In der Nacht fegte ein heftiger Sturm um unser Womo und knickte den Ast eines Mandelbaumes, der natürlich auf unser Womo krachte. Wie Hagel hörte sich der Dauerbeschuss der Mandeln an und raubte uns den Schlaf.

Nach einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück mit Doris und Thomas verabschiedeten wir uns in Richtung Quarzazate, aber nicht ohne vorher ein Treffen bei uns zuhause auszumachen, gel ihr zwei!

Todhraschlucht

Todrhaschlucht

Todraschlucht

Todrhaschlucht

Hotel in der Todraschlucht

Hotel in der Todrhaschlucht

Kletterparadies für Schwindelfreie

Kletterparadies für Schwindelfreie

Unsere Fahrt ging weiter über das Hochplateau auf der N 10 in das auf 1.586 m Höhe liegende Boumalne du Dades. Die Dadesschlucht ist eine grandiose Gebirgslandschaft mit herrlichen Farbkontrasten, Palmenoasen mit Feigen, Mandeln, Nüssen, Pappeln und Granatäpfeln vor dem Hintergrund der rotbraunen Felsen und der schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas. Dazwischen liegen kleine Ortschaften mit Kasbahs.

Hochplateau zwischen Tinerhir und Boumalne du Dades

Hochplateau zwischen Tinerhir und Boumalne du Dades

Dadestal

Dadestal

Dadestal

Dadestal

Felsformation im Dadestal

Felsformation im Dadestal

Leider sah das Wetter im Gebirge nicht gut aus. Aufgrund des Sturmes in der Vornacht und den wolkenverhangenen Gipfeln machten wir kehrt und verzichteten auf die Dadesschlucht.

Gipfel in Wolken

Die Weiterfahrt nach Quarzazate entwickelte sich so stürmisch, dass viele LKW-Fahrer ihre Motorhauben mit Decken vor dem Sand schützten. In Skoura beendeten wir entnervt die Tour und suchten Zuflucht in einem ummauerten Campingplatz. Direkt vor einem Palmenhain nächtigten wir am „Ameridil“ und ließen uns im familiengeführten Restaurant ein hervorragendes Couscous schmecken.

Camping "Ameridil"

Camping „Ameridil“

Kurz nach Skoura

Kurz nach Skoura

Kurz nach Skoura

Der Sturm verfolgte uns noch länger. Heiß umsandet, wild umwindet, brauchte es am nächsten Tag zwei Anläufe um zur Kasbah-Stadt Ait Benhaddou zu gelangen.

mystische Sandsturmstimmung

mystische Sandsturmstimmung

Sandsturm am Weg nach Ait Ben Haddou

Ait Benhaddou, ein Wohndorf aus Lehm, besteht aus mehreren ineinander verschachtelten Wohnburgen und ist UNESCO- Weltkulturerbe.

Abdou Mhend steckte sein ganzes Herzblut in eine Führung für uns, sein Deutsch war so gut, dass uns seine Liebe für das alte Ait Benhaddou nicht verborgen geblieben ist. Und obwohl wir seinen Lohn zuerst auf die Hälfte gehandelt hatten, bekam er am Ende den gesamten Betrag.

Ait Benhaddou

Ait Benhaddou

Die Berber-Kasbah im südlichen Marokko hat im Gegensatz zur arabischen Stadt, in der sie reine Festungsanlage ist, mehrere Funktionen: Fluchtburg, Herrensitz, Festung, Gemeinschaftsspeicher, Sippenwohnung und Clanmachtzentrum.

Abdou erklärt uns die ausgeklügelte Funktion der Schlösser

Abdou erklärt uns die ausgeklügelte Funktion der Schlösser

Zeltheringe der Berber

Zeltheringe der Berber

Die ursprünglich völlig fensterlosen Wohnungen sind um Innenhöfe herum gebaut, durch die das Licht und die Luft in die Stallungen und Lagerräume sowie die Wohn- und Schlafräume gelangen konnte.

Abdou führt uns in eine Wohnung

Abdou führt uns in eine Wohnung

Wohnraum

Wohnraum

neue Küche mit Gaskocher

neue Küche mit Gaskocher

Blick von der traumhaften Terrasse mit schwingendem Boden (Hilfe!)

Blick von der traumhaften Terrasse mit schwingendem Boden (Hilfe!)

Ornamentschmuck an den Außenfassaden

Ornamentschmuck an den Außenfassaden

Das Baumaterial der Kasbahs ist äußerst witterungsanfällig. Der Stampflehm fällt nach heftigen Regengüssen in ganzen Brocken ab, müsste also ständig gepflegt werden. Dazu haben die Leute leider keine Lust mehr und errichten vermehrt Betonbauten, die aber in den heißen Sommermonaten ein viel schlechteres Raumklima erzeugen.

Ziegel aus Lehm und Stroh

Ziegel aus Lehm und Stroh

Durch Zugabe von Erdpigmenten werden verschiedene Tönungen erreicht

Durch Zugabe von Erdpigmenten werden verschiedene Tönungen erreicht

Der alte Ortskern wurde an das Stromnetz angebunden und angeblich wollen einige Familien wieder umsiedeln.

Weltbekannt wurde Ait Ben Haddou als Filmkulisse für mehr als 20 Hollywoodproduktionen: Von Sodom und Gomorrha (1961) über Alexander (2004) bis zu Game of Thrones (2014).

Einmal falsche Koordinaten eingegeben und schon steht man in Ägypten!

Atlas-Filmstudio Quarzazate

Atlas-Filmstudio Quarzazate

Filmkulisse "Die Päpstin"

Filmkulisse „Die Päpstin“

In und um Quarzazate ist eine richtige Filmindustrie entstanden. Es wurde sogar eine Filmschule eingerichtet, an der Ausbildungen zum Produktionsmanager, Bühnen- Masken- und Kostümbildner angeboten werden. Wir ließen uns die Möglichkeit nicht entgehen und schnupperten ein bisschen Hollywoodluft im Atlas Filmstudio. Aber genausogut könnte jeder Souk als Filmkulisse für einen biblischen Film dienen, man müsste nur die Handys und Sonnenbrillen der Bewohner entfernen.

Genug von künstlichen Filmkulissen und der floppenden Führung, wir flüchten schnurstracks in die Realität zum Camping „Kasbah Palmeraie“ nach Agdz.

Salam,

die Womophilen

 

Ait Ben Haddou

Erg Chebbi – Wüstenfeeling am Rande der Sahara

14. März 2016 von sissy | Keine Kommentare

Vom 23. bis 26. Februar standen wir direkt an den Dünen des Erg Chebbi, dem größeren der beiden Ergs in Marokko. Als Erg bezeichnet man eine reine Sandwüste.  Der Erg Chebbi ist 22 km lang und 5 km breit, die Dünen erreichen eine Höhe von bis zu 150 m.

Der Blick aus dem Womo war einzigartig. Zu jeder Tageszeit änderten die Dünen ihre Farbe. Sie changierten von einem sanften Ocker zu einem satten Honiggelb und glühten in Orange- und Kupfertönen. Die Eindrücke überwältigten uns und können in Worten nur schwer wiedergegeben werden, deshalb dürfen das die Bilder übernehmen.

Erg Chebbi

Erg Chebbi

Stellplatz Erg Chebbi

Erg Chebbi

Erg Chebbi

Erg Chebbi

Da der Erg Chebbi doch nur ein Wüstchen ist, findet man beinahe überall Spuren von Kamelen, Quads (leider!!) und Menschen. Jeden Abend ziehen Kamelkarawanen in die Wüste um unter freiem Himmel zu übernachten, den atemberaubenden Sternenhimmel zu betrachten und in den Morgenstunden zurückzukommen. Wir genossen die hier wirklich finsteren Nächte vor dem Womo. Es ist faszinierend, wie viele Sterne und Sternschnuppen man beobachten kann, so richtig romantisch.

Karawane Erg Chebbi

Dromedarrastplatz

Dromedarrastplatz

Dromedar Erg Chebbi

Erg Chebbi

Erg Chebbi

Jeden Morgen hat uns Hassan mit frischem Baguette versorgt. Er spricht perfekt Deutsch, plauscht gerne mit den Gästen und lässt sich noch viel lieber auf ein Bier einladen. Nächstes Mal werden wir uns diesbezüglich besser auf unsere Marokkoreise vorbereiten.

Hassan, Erg Chebbi

Hassan

Wasserturm

Wasserturm am Campingplatz

Sonnenuntergang Erg Chebbi

Changierende Gelbtöne

Changierende Gelbtöne

Einen ganzen Tag lang machten wir einen Ausflug mit Hassan II. rund um den Erg Chebbi. Wir besuchten eine Berbersiedlung, eine aufgelassene Mine, Fossilienfundstätten und bretterten kilometerlang durch die Hammada. Hassan spielte dabei Musik und ich traute meinen Ohren nicht, als neben Koransuren eines meiner Lieblingslieder ertönte.

Auf dem Weg durch die Hamada mit Blick auf Erg Chebbi

Auf dem Weg durch die Hammada mit Blick auf Erg Chebbi

Zeitsee - in regenreichen Jahren steht hier Wasser, wenn das länger anhält siedeln sich Flamingos an

Zeitsee – in regenreichen Jahren steht hier Wasser, wenn das länger anhält, siedeln sich Flamingos an

Ende Februar war in der Gegend eine R4 Ralley, an  der sich 1.600 alte R4 mit jungen Franzosen beteiligten. Sie hatten ihre Autos mit Heften, Büchern und Stiften bestückt, die sie in Schulen verteilten.

R4 Ralley

aufgelassene Minensiedlung

aufgelassene Minensiedlung

Friedhof in der Minensiedlung

Friedhof in der Minensiedlung

Mine wird noch privat genutzt

Mine wird noch privat genutzt

Mine

Hammada mit Blick nach Algerien

Hammada mit Blick nach Algerien

Besuch bei den Berbernomaden

Besuch bei den Berbernomaden

Berberbehausung

Berberbehausung

Süheyla macht eine Berberpizza und Minztee für uns

Süheyla macht eine Berberpizza und Minztee für uns

Die Pizza ist mit Faschiertem, Zwiebel, Tomaten und Gewürzen gefüllt. Lecker!

Die Pizza ist mit Faschiertem, Zwiebeln, Tomaten und Gewürzen gefüllt. Lecker!

Berberzelt

Dromedare auf unserer Wüstentour

Dromedare Hammada

Ddurch die Wüste

Einer der Drehorte für den Film "Der kleine Prinz"

Einer der Drehorte für den Film „Der kleine Prinz“

Drehort "Der kleine Prinz"

Drehort „Der kleine Prinz“

Aufwändiges Bewässerungssystem

Aufwändiges Bewässerungssystem

Blick in den Schacht

Blick in den Schacht

Erg Chebbi

Wüstenkäfer

Erfreulicherweise

war dieser schöne Ort

ein weiteres Ziel der Reise,

doch wir, wir setzen fort.

Salam,

die Womophilen

Hammada

Auf dem Weg vom Schnee in die Wüste

6. März 2016 von sissy | 8 Kommentare

Am Montag, 22. Februar frühstückten wir noch am Campingplatz „Diamant Vert“ und starteten unsere Tour in den Mittleren Atlas. Die Straßen führten meistens schnurgerade durch Oliven- und Obstplantagen.

Von Fès nach Sefrou

Gut 60 km von Fès entfernt liegt der mondäne Wintersportort Ifrane auf 1.650 m. Man erwartet hier eigentlich alles andere als einen Ferienort mit Häusern im europäischen Baustil. Er wird deshalb auch „marokkanische Schweiz“ genannt. Ursprünglich wurde der Ort für französische Urlaubsgäste gegründet, jetzt zieht es viele Marokkaner aus dem nahen Fès hier her, um Ski zu fahren oder um Abkühlung in den heißen Sommermonaten zu finden. Selbst der marokkanische König soll hier gerne in seiner örtlichen Residenz verweilen.

Andere Länder - andere Schneebauten

Andere Länder – andere Schneebauten

Es war richtig lustig zuzusehen, mit welcher Freude hier jedes Futzerl Schnee genutzt worden ist. Am Straßenrand gab es Schlitten und Skier zu mieten. Die Hänge erinnerten mich sehr ans Skifahren in meiner Kindheit, als wir noch ohne Lift die Hügerl mit der gesamten Familie erklommen hatten.

Skifahren im Mittleren Atlas

Mittlerer Atlas

Schnell änderte sich der Anblick der Landschaft, der Schnee verschwand und es ging stundenlang über karge Hochplateaus auf Höhen zwischen 1.200 m und 2.2oo m mit Blick auf Tafelberge und die Gipfeln des Hohen Atlas‘.

Blick auf Hohen Atlas

Stein- und Geröllwüste, verfallene Lehmbauten und doch ab und zu eine kleine Berbersiedlung, bettelnde Kinder, Viehnomaden, Staub, Staub und nochmals Staub –  Nichts und die Frage: Wie kann man in dieser Einöde überleben???

Berbersiedlung

Berbersiedlung

In der Mittagszeit fuhren wir durch Zaida. Man konnte fast nichts sehen, Rauchschwaden mit dem Duft von Gegrilltem hingen in der Luft und so viele Menschen links und rechts der Durchfahrtsstraße, dass wir nicht anhalten konnten. Unseren Stopp legten wir erst später kurz vor Midelt ein.

Rast bei Midelt

Am Weg

Die Weite der Landschaft ist beeindruckend. Sooooo viel Platz in Marokko – und so wenig nutzbar, weil das Wasser fehlt! Unseren Nächtigungsplatz suchten wir in der Ziz-Schlucht am Camping „Kasbah Hotel Jurassique“ aus. Als Begrüßungsgeschenk bekamen wir zwei herrlich duftende Riesenzitronen aus dem wunderschönen, gepflegten Innenhof.

Qued Ziz gräbt Schneise in das lose Gestein

Qued Ziz gräbt Schneise in das lose Gestein

Ziz - Schlucht

Ziz – Schlucht

Am Dienstag, 23. Februar, folgten wir dem grünen Oasenband des Qued Ziz. Herrlich, wie sich die Vegetation verändert, wenn Wasser zur Verfügung steht. Wir passierten den Stausee des Qued Ziz und erreichten Errachidia, das in 1.060 m Höhe in einer Oase liegt. Dem Lauf des Qued Ziz folgend, kamen wir am Weg nach Erfoud bei Meski „Chez Zaid & Zineb“ vorbei und legten eine Pause ein. Wir genossen auf ihrer Terrasse einen Pfefferminztee und machten eine Führung durch die Oase mit Quellen.

Stausee des Qued Ziz

Stausee des Qued Ziz

Oase Ksar Meski

Oase Ksar Meski

Palme am Qued Ziz

Fröhlich plaudernde Frauen beim Wäschewaschen

Fröhlich plaudernde Frauen beim Wäschewaschen. Die mit Wäsche bepackten Esel sind uns am Rückweg begegnet.

Die alte Kasbah haben wir aus Zeitgründen nicht mehr besichtigt

Die alte Kasbah haben wir aus Zeitgründen nicht mehr besichtigt

Zaid verabschiedet uns mit seiner Mutter, die seinen Sohn am Rücken trägt, mit einem afrikanischen Lied

Zaid verabschiedet uns mit seiner Mutter, die seinen Sohn am Rücken trägt, mit einem afrikanischen Lied

Wir wollten an diesem Tag unbedingt noch bis in die Wüste kommen, deshalb verließen wir dieses nette Plätzchen mit Familienanschluss, vorgemerkt ist es auf jeden Fall!

Oasenband Qued Ziz

Oasenband Qued Ziz

Die Strecke führte uns ins Tafilalet, der größten zusammenhängenden Dattelpalmenoase Marokkos. Leider haben Dürreperioden, Heuschreckenplagen und ein Dattelpalmenpilz der Region in den letzten Jahren stark zugesetzt.

Wir fahren wieder durch die Einöde, bis plötzlich am Horizont Sanddünen auftauchen. Eine Fata Morgana?

Auf dem Weg zum Erg Chebbi

Ja, das sind die Dünen des Erg Chebbi

Nein, das sind die Dünen des Erg Chebbi

An einer Kreuzung kurz vor Merzouga werden wir schon von einem wild winkenden Wüstensohn empfangen. Wir ignorieren ihn zunächst, er fährt uns aber auf seinem Moped nach und führt uns zur „Haven Auberge La Chance“, einem Campingplatz direkt an den Dünen.

Haven Auberge La Chance

Haven Auberge La Chance

Salam,

die Womophilen

 

Fès – Mittelalter mit manchmal Strom

3. März 2016 von sissy | 6 Kommentare

Fès ist die älteste der vier Königsstädte und besitzt die größte Medina im gesamten arabischen Raum. Wir haben die Stadt mit unserem einheimischen Führer Wafi einen ganzen Tag lang erkundet und waren von diesem mittelalterlichen Treiben gefangen.

Ein paar Eindrücke, die für uns immer untrennbar mit Marokko verbunden bleiben werden.

Die mittelalterliche Medina von Fès....

Die mittelalterliche Medina von Fès….

.... so groß wie 400 Fußballfelder

…. so groß wie 400 Fußballfelder

Bei Aufenthalten in Fès residiert der König noch heute im Dar El Makzhen, dem Sultanspalast.

Fassade des Sultanpalastes in Fès El Djedid (neues Fès)

Fassade des Sultanpalastes in Fès El Djedid (neues Fès)

Sultanspalast Fès

Die Mellah (Judenviertel) wurde aus Schutzgründen in der Nähe des Sultanspalastes errichtet, dafür mussten die Juden allerdings eine hohe Steuer bezahlen. Ein besonderes Kennzeichen für die Mellah sind die relativ hohen Häuser, deren Fenster und Türen im Gegensatz zu den Häusern der Muslime zur Straße gerichtet sind. Wir haben hier wunderbare Datteln, gefüllt mit Walnüssen, gekauft.

Mellah, Fès

Viel Zeit haben wir in Fès El Bali, der Medina, verbracht.

Der Metzger stellt die besten Stücke aus

Der Metzger stellt die besten Stücke aus

Fleischkonserven

Fleischkonserven

Käse in liebevoll geflochtener Verpackung

Käse in liebevoll geflochtener Verpackung

Fast Food auf arabisch

Fast Food auf arabisch

Jede Familie bringt das eigene Brot zum Bäcker und holt es gebacken wieder ab!

Jede Familie bringt das eigene Brot zum Bäcker und holt es gebacken wieder ab!

Hysterisch kreischende Hühner wechseln die Besitzer

Hysterisch kreischende Hühner wechseln die Besitzer

Tierhäute auf dem Weg in die Gerberei

Tierhäute auf dem Weg in die Gerberei

Die Ledergerber und -färber von Chuwawra liegen ein bisschen abgelegen im Nordosten der Medina. Beim Aufstieg zur Aussichtsplattform wird einem extra ein Blatt Minze gegen den Geruch gereicht. Für uns wäre das nicht nötig gewesen, da die Bottiche noch leer waren. Mittlerweile sollten sie wieder in Betrieb sein. Es muss ein toller Anblick sein, wenn jeder Topf mit einer anderen Farbe gefüllt ist und die Lederstücke darin gefärbt werden. Vielleicht beim nächsten Mal!?

Die Färbetöpfe wurden mit UNESCO-Mitteln neu errichtet

Die Färbetöpfe wurden mit UNESCO-Mitteln neu errichtet

Lederfärberei Fès

Seit Jahrhunderten wird das Schaf-, Kuh-, Ziegen- und Kamelleder auf die gleiche Weise gegerbt – mit Kalk und Taubenkot, der mittlerweile aus Venedig importiert wird. Der Beruf des Gerbers wird noch immer vom Vater an den Sohn weitergegeben.

Das fèssche Leder ist ein Markenzeichen der Stadt und wird rund um den Bottichen in Werkstätten zu Taschen, Poufs, Schuhen, Gürteln und Jacken verarbeitet. In den Verkaufsräumen der Gerberei (ziehen sich über mehrere Stockwerke)  und den unzähligen Ständen der Stadt werden die Waren angeboten. Auch hier sind wir nicht leer hinausgegangen.

Die Handwerker arbeiten in eigenen kleinen Vierteln. Am Souk an-Nejjarine arbeiten die Tischler mit einer handwerklichen Geschicklichkeit, dass es eine Freude wäre sich hier länger aufzuhalten. Leider haben wir kein Foto von den gold- und silberverzierten Hochzeitsmöbeln gemacht, auf denen die Braut an ihrem großen Tag durch die Gassen getragen wird.

Feinste Tischlerarbeiten

An der Place es-Sefferine werkeln die Kupfer- und Messingschmiede und fertigen riesige Teekessel und Pfannen.

Souk der Kupfer- u d Messingschmiede

Küpfer- und Messing Souk

Im Souk taugt es allen, ob aktiv oder passiv!

Im Souk taugt es allen, ob aktiv oder passiv!

Teppiche, überall Teppiche, eine Farben- und Musterpracht, wie ich sie noch nie gesehen habe! Die Schaf- Kamel- und Baumwolle wird mit Pflanzenfarben gefärbt, z. B. mit Safran, Henna, Klatschmohn oder Indigo. Die Fingerfertigkeit der Frauen ist atemberaubend. Die beiden Frauen am Foto nehmen einen relativ langen Wollfaden, machen einen Knopf und reißen den Faden ab. Es gibt keine Mustervorlage, die ist im Kopf! Auf der anderen Seite knüpfte eine Frau alleine an einem Teppich, das kann ich mir ja noch vorstellen, dass dabei ihr Muster entsteht. Aber wie kann man zwei Köpfe so gleichschalten, dass das Muster synchron entsteht????

Teppichknüfen in Fès

Teppiche Fès

Frauen lassen sich hier ihre Kleider vom Faden weg anfertigen. Sie suchen die Farben selber aus und lassen die Stoffe weben. Das Leuchten in ihren Augen ist mitreißend, wenn sie dann in Trauben (mit der ganzen Familie?) vor dem Schneider stehen und ihre Roben ordern. Von den farbigen Spindeln konnte ich mich nur sehr schwer trennen – ohne welche mitzunehmen!!!

Seidenspindeln in allen Farben

Seidenspindeln in allen Farben

In der Weberei

In der Weberei

Geschmäcker sind verschieden

Geschmäcker sind verschieden

Manche Geschäfte sind so klein, dass sie keinen eigenen Zugang haben, dieses hier wird jeden Tag über das Seil erturnt. Der nicht mehr ganz so junge Verkäufer (er wollte nicht auf das Bild) hält sich dabei sicher fit!

Fès

Der Place Nejjarin mit seinem Handelslager, das früher als Karawansei genutzt wurde, besticht mit seinem wunderschönen, mit bunten Mosaiken geschmückten Brunnen. Im 13. und 14. Jahrhundert soll Fès, das bis nach Europa wegen seines Reichtums berühmt war, 200.000 Einwohner gehabt, 200 Karawanseien und mehrere tausend Läden besessen haben.

Place Nejjarin, Karawansei (Fondouk)

Place Nejjarin, Karawansei (Fondouk)

Brunnen mit bunten Mosaiken

Brunnen mit bunten Mosaiken

Wir besichtigten die einstige Koranschule Medersa Bou Inanina mit ihrem aufwändig renovierten Innenhof. Die Abbildung von Mensch und Tier gilt im Islam als Blasphemie, als Nachahmung des götttlichen Schöpfungsprozesses. Das Betrachten der Kachelmuster, der filigranen Schnitzereien und Kalligrafien versetzen in einen meditativen Modus.

Ehemalige Koranschule Medersa Bou Inania

Ehemalige Koranschule Medersa Bou Inania

Typisch für Koranschulen ist der rechteckige Innenhof mit Wasserbecken für die rituellen Waschungen, um den sich die Unterrichtsräume und der Gebetssaal gruppieren. Im oberen Stockwerk sind die Wohnräume der Studenten.

Koranschule, Fès

Koranschule Fès

Als Nichtmuslim bleibt einem der Zutritt zu den Moscheen verwehrt, ein verstohlener Blick in das Innere ist aber gestattet:  flauschige Teppiche, hohe Wände, Kachelmuster….

Die Moscheen waren gut besucht

Die Moscheen waren gut besucht

Blick in Moschee

Durch das Bab Boujeloud, ein Tor, das auf einer Seite mit blauen, auf der anderen mit grünen Fayencen reich geschmückt ist, kommt man in die Medina.

Bab Boujeloud

Bab Boujeloud

Die Altstadt hat ihren mittelalterlichen Charakter fast unverändert erhalten können, da in den engen Gassen kein Durchkommen für Autos möglich ist. Wären da nicht die vielen Handys und die Satellitenschüsseln auf den schiefen Häusern, man wäre ganz woanders, aber sicher nicht im 21. Jahrhundert!

Wir zwängten uns noch durch die engste Gasse in Fès…..

engste Gasse in Fès

…..fuhren mit dem Taxi und unserem Guide Wafi angenehm erschlagen von all den Eindrücken zurück und fragten uns aber doch, wie viel hatte er an unseren Einkäufen verdient??? Man bekommt als Außenstehender den Eindruck, jeder kennt hier jeden – jede Hand wäscht die des Nachbarn – soziale Strukturen sind ebenso wenig zu durchschauen wie die Gepflogenheiten des Kaufens, Verkaufens und Handelns.

Wir freuen uns riesig auf die vierte Königsstadt, die wir mit Womophil Junior erkunden werden.

Salam,

die Womophilen

 

Koranschule Fès

Von Rabat über Meknes und Volubilis nach Fès

1. März 2016 von sissy | Keine Kommentare

Am Samstag, 20. Februar, parkten wir schon ganz zeitig unser Womo in Meknes beim Tombeau de Moulay Ismail. Meknes war seine Stadt, sie wurde von 30 000 Sklaven erbaut, Volubilis und der El Badi-Palast in Marrakesch dienten dabei als Baumaterialienquelle.

Die Erkundung des weitläufigen Geländes mit kilometerlangen Sichtachsen gingen wir ganz gemütlich mit einer Pferdekutsche an.

Meknes mit der Kutsche

Meknes Palastmauer

Meknes Palastmauer

Durch das Tor des Windes (Bab Er Rih) kutschierte uns der marokkanische Fiaker die riesige Palastanlage entlang zum 4 ha großen Wasserspeicher, der früher die Parkanlagen und 12000 Pferde versorgt hatte.

Wasserspeicher

Blick auf Wasserspeicher

Später, beim Palais Al Mansour, das zu dieser frühen Stunde dank unseres Kutschers und etwas Bakschisch extra für uns geöffnet worden ist, besichtigten wir ganz alleine die riesigen Räumlichkeiten und durften auch noch auf die Terrasse, deren Ausmaße unvorstellbar sind.

In den Speicherräumen des Palais Al Mansour

Dachterrasse Palais Al Mansour

Dachterrasse Palais Al Mansour

Die Villa impériale, geplant von Moulay Ismail, war Residenz und Festung, Palast und Speicherstadt mit einer 40 km langen Stadtmauer. Sie wird heute nicht nur von Menschen aus aller Welt besucht, sondern dient auch Störchen als Domizil. Vielleicht sind sie noch immer aus der Zeit hier, als in Moulay Ismails Harem 500 Frauen lebten, mit denen er mehr als 1000 Kinder gehabt haben soll.

Ehemalige Getreidespeicher (Heri Suoni) in der Villa impériale

Ehemalige Getreidespeicher (Heri Suoni) in der Villa impériale

Getreidespeicher Meknes

Störche Palastmauer Meknes

Für die Errichtung des berühmtesten Stadttores „Bab-el-Mansour“ wurden Marmorsäulen aus der antiken römischen Stadt Volubilis verwendet. Direkt vor dem Tor befindet sich der große Platz „El-Hedim“, der von zahlreichen Händlern, Cafés und Restaurants belebt wird. Hier befinden sich auch die Zugänge zu den Souks, in denen vor allem Produkte des Umlandes wie Teppiche, Töpferwaren und Metallgefäße gehandelt werden. Ein wunderschöner Berberteppich wollte nach nervigen Feilschereien (nicht – noch nicht? – unser Metier) unbedingt mit, um zuhause an unseren Aufenthalt in Meknes zu erinnern.

Stadttor "Bab El Mansour" mit Relief- und Keramikfliesenverzierungen

Stadttor „Bab El Mansour“ mit Relief- und Keramikfliesenverzierungen

Place El Hedim

Am frühen Nachmittag ging es weiter nach Volubilis, einem Freilichtmuseum der Antike.  Ursprünglich war das 40 ha große Gelände von einer 2,5 km langen Mauer umgeben, in der Blütezeit wurde es von bis zu 20 000 Menschen bewohnt. Volubilis war ein bedeutender Handelsort für Olivenöl und zuständig für die Beschaffung von Löwen und Leoparden für die römischen Zirkusarenen, Die Anlage vermittelt noch heute sehr konkrete Vorstellungen vom Leben in einer antiken Stadt. Es ist erstaunlich, wie gut hier die Fußbodenmosaike erhalten geblieben sind, obwohl Wind und Wetter sie seit fast 2000 Jahren bearbeiten.

Römische Basilika in Volubilis

Römische Basilika in Volubilis

Volubilis

Mosaik Volubilis

"Sitzbänke" in der Therme

„Sitzbänke“ in der Therme

Getreidemühle, erinnert an Guglhupfform

Getreidemühle, erinnert an Guglhupfform

Volubilis

Wir fuhren zurück zur Autobahn um den ca. 50 km entfernten Campingplatz „Diamant Vert“ in Fes vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen, denn auf Marokkos Autobahnen ist immer mit Fußgängern, Radfahrern oder Tieren zu rechnen. Der „Diamant Vert“  liegt gleich unmittelbar neben der Autobahnausfahrt, von der man absolut nichts hört. Von der parkähnlichen Anlage mit hübscher Rezeption und Restaurant werden Führungen und Fahrten nach Fès organisiert. Herrlich!

Mehr im nächsten Post,

salam,

die Womophilen

Panorama Volubilis