womophil

Von Rabat über Meknes und Volubilis nach Fès

| Keine Kommentare

Am Samstag, 20. Februar, parkten wir schon ganz zeitig unser Womo in Meknes beim Tombeau de Moulay Ismail. Meknes war seine Stadt, sie wurde von 30 000 Sklaven erbaut, Volubilis und der El Badi-Palast in Marrakesch dienten dabei als Baumaterialienquelle.

Die Erkundung des weitläufigen Geländes mit kilometerlangen Sichtachsen gingen wir ganz gemütlich mit einer Pferdekutsche an.

Meknes mit der Kutsche

Meknes Palastmauer

Meknes Palastmauer

Durch das Tor des Windes (Bab Er Rih) kutschierte uns der marokkanische Fiaker die riesige Palastanlage entlang zum 4 ha großen Wasserspeicher, der früher die Parkanlagen und 12000 Pferde versorgt hatte.

Wasserspeicher

Blick auf Wasserspeicher

Später, beim Palais Al Mansour, das zu dieser frühen Stunde dank unseres Kutschers und etwas Bakschisch extra für uns geöffnet worden ist, besichtigten wir ganz alleine die riesigen Räumlichkeiten und durften auch noch auf die Terrasse, deren Ausmaße unvorstellbar sind.

In den Speicherräumen des Palais Al Mansour

Dachterrasse Palais Al Mansour

Dachterrasse Palais Al Mansour

Die Villa impériale, geplant von Moulay Ismail, war Residenz und Festung, Palast und Speicherstadt mit einer 40 km langen Stadtmauer. Sie wird heute nicht nur von Menschen aus aller Welt besucht, sondern dient auch Störchen als Domizil. Vielleicht sind sie noch immer aus der Zeit hier, als in Moulay Ismails Harem 500 Frauen lebten, mit denen er mehr als 1000 Kinder gehabt haben soll.

Ehemalige Getreidespeicher (Heri Suoni) in der Villa impériale

Ehemalige Getreidespeicher (Heri Suoni) in der Villa impériale

Getreidespeicher Meknes

Störche Palastmauer Meknes

Für die Errichtung des berühmtesten Stadttores „Bab-el-Mansour“ wurden Marmorsäulen aus der antiken römischen Stadt Volubilis verwendet. Direkt vor dem Tor befindet sich der große Platz „El-Hedim“, der von zahlreichen Händlern, Cafés und Restaurants belebt wird. Hier befinden sich auch die Zugänge zu den Souks, in denen vor allem Produkte des Umlandes wie Teppiche, Töpferwaren und Metallgefäße gehandelt werden. Ein wunderschöner Berberteppich wollte nach nervigen Feilschereien (nicht – noch nicht? – unser Metier) unbedingt mit, um zuhause an unseren Aufenthalt in Meknes zu erinnern.

Stadttor "Bab El Mansour" mit Relief- und Keramikfliesenverzierungen

Stadttor „Bab El Mansour“ mit Relief- und Keramikfliesenverzierungen

Place El Hedim

Am frühen Nachmittag ging es weiter nach Volubilis, einem Freilichtmuseum der Antike.  Ursprünglich war das 40 ha große Gelände von einer 2,5 km langen Mauer umgeben, in der Blütezeit wurde es von bis zu 20 000 Menschen bewohnt. Volubilis war ein bedeutender Handelsort für Olivenöl und zuständig für die Beschaffung von Löwen und Leoparden für die römischen Zirkusarenen, Die Anlage vermittelt noch heute sehr konkrete Vorstellungen vom Leben in einer antiken Stadt. Es ist erstaunlich, wie gut hier die Fußbodenmosaike erhalten geblieben sind, obwohl Wind und Wetter sie seit fast 2000 Jahren bearbeiten.

Römische Basilika in Volubilis

Römische Basilika in Volubilis

Volubilis

Mosaik Volubilis

"Sitzbänke" in der Therme

„Sitzbänke“ in der Therme

Getreidemühle, erinnert an Guglhupfform

Getreidemühle, erinnert an Guglhupfform

Volubilis

Wir fuhren zurück zur Autobahn um den ca. 50 km entfernten Campingplatz „Diamant Vert“ in Fes vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen, denn auf Marokkos Autobahnen ist immer mit Fußgängern, Radfahrern oder Tieren zu rechnen. Der „Diamant Vert“  liegt gleich unmittelbar neben der Autobahnausfahrt, von der man absolut nichts hört. Von der parkähnlichen Anlage mit hübscher Rezeption und Restaurant werden Führungen und Fahrten nach Fès organisiert. Herrlich!

Mehr im nächsten Post,

salam,

die Womophilen

Panorama Volubilis

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.