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Von fast Wüste bis ganz Küste

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Eine unglaublich beeindruckende Strecke führte uns vor Agdz über einen 1.700 m hoch gelegenen Pass, von dem man auf der anderen Seite auf das dunstverhangene grüne Band des Draatales blicken konnte. Das Draatal ist das größte Dattelanbaugebiet Marokkos.

Auf dem Weg nach Agdz

Pass vor Agdz

Pass auf dem Weg nach Agdz

Am Sonntag, 28. Februar und am Montag, 29. Februar standen wir in Agdz am Campingplatz „Kasbah La Palmeraie“. Es war fein, zwei Tage in dieser Oase der Ruhe zu verbringen.

Campingplatz "Kasbah La Palmeraie"

Campingplatz „Kasbah La Palmeraie“

Aziz und seine aus Frankreich stammende Frau kümmern sich liebevoll um die Gäste. Die Dame des Hauses führte uns durch den eigenen Palmenhain und die 350 Jahre alte Familienkasbah. Architekturstudenten aus Deutschland und Österreich helfen beim Wiederaufbau und der Renovierung der Kasbah.

Blick auf die 350 Jahre alte Familienkasbah

Blick auf die 350 Jahre alte Familienkasbah

Innenhof der Kasbah - die Orangenbäume sind leider alle eingegangen

Innenhof der Kasbah – die Orangenbäume sind leider alle vertrocknet

Studenten beim Renovieren der Kasbah

Studenten beim Renovieren der Kasbah

Im Inneren der Kasbah

Im Inneren der Kasbah

Blick von der Terrasse der Kasbah

Blick von der Terrasse der Kasbah

Leider werden die neuen Häuser mit Zementziegeln errichtet, die zwar weniger Pflege bedürfen, aber dem heißen Sommer und den kühlen Nächten nicht gerecht werden können. Der Autor unseres Reiseführers „Mit dem Wohnmobil nach Marokko“, Friedrich Riehl, hat sich mit seiner Frau hier in Agdz ein traditionelles Haus in Lehmbauweise errichten lassen und meint, damit manchen etwas nachdenklich gestimmt zu haben, wenn die reichen Europäer hier bauen wie die Alten. Es bleibt zu hoffen, dass viele junge Leute die Vorteile der klassischen Bauweise erkennen und diese wieder vermehrt nutzen.

Am Dienstag, 1. März machten wir einen Abstecher in eines der fruchtbarsten Täler Marokkos, in das Draatal zwischen Agdz und Zagora. Es wird hier intensive Landwirtschaft betrieben, mehrere Ernten pro Jahr sind möglich, wenn genügend Wasser vorhanden ist. Wir schnupperten nur bis kurz nach Igdaoun, ließen das zweite Erg Marokkos, Erg Lihoudi ungesehen vor uns liegen und setzten unsere Tour nach Westen über mehrere Pässe und Hochebenen fort.

Draatal

Draatal

Frau bei der Arbeit

Frauen bei der Arbeit im Draatal

Oasenband im Draatal

Oasenband im Draatal

Schilfflechter am Straßenrand

Schilfflechter am Straßenrand

Blick auf Oasenband

Schmale Asphaltbänder mit bis zu 20 cm hohen Abrisskanten führen durch die Landschaft

Schmale Asphaltbänder mit bis zu 20 cm hohen Abrisskanten führen durch die Landschaft

Nach jedem Berg wieder unendliche Weiten......

Nach jedem Berg wieder unendliche Weiten……

In Taliouine findet man in der Ortsmitte das Haus des Safrans und ein bisschen außerhalb in Toubkal den gleichnamigen Campingplatz, den wir uns zum Übernachten ausgesucht haben.

Blick vom Campingplatz Toubkal auf ein Dorf

Blick vom Campingplatz Toubkal auf ein Dorf

Am Mittwoch, 2. März mäanderten wir durch einsamstes Gebiet auf der N10 Richtung Taroudannt, begleitet von Arganienbäumen und vom Wind verwehten Zivilisationsüberresten.

Arganienbaum am Weg

Arganienbaum am Weg

Plastic Planet

Plastic Planet

Der Esel gehört zum Straßenalltag

Der Esel gehört zum Straßenalltag

Plötzlich wird es fruchtbar und wir fahren kilometerweit durch Obstplantagen

Plötzlich wird es fruchtbar und wir fahren kilometerweit durch Obstplantagen

Auf einem gut besuchten Markt kurz vor Taroudannt kauften wir Obst und Gemüse ein. Innerhalb weniger Minuten zogen wir einen Schwarm Kinder mit, wahrscheinlich sind hier Touristen eher die Ausnahme. Trotzdem reagierten die Händler gleich mit saftigen Preiszuschlägen und ich verweigerte bei einem Stand den Einkauf. Leider haben wir diese Erfahrung öfters gemacht. Ein bisschen mehr zu bezahlen ist ja akzeptabel, aber wenn sich die Preise europäischem Niveau nähern, dann schrillen die Alarmglocken. So gerne kaufe ich auf Märkten ein, aber wegen dieser Unart habe ich dann doch (wenn überhaupt vorhanden!!) Supermärkte vorgezogen.

Diese kleinen Bananen schmecken sooo süß!

Diese kleinen Bananen schmecken sooo süß!

Markt vor Taroudannt

In Taroudannt parkten wir das Womo an der Stadtmauer vor dem Hotel Salam, hier könnte man auch über Nacht stehen bleiben. Es dauerte gar nicht lange und wir eierten mit einer ziemlich ramponierten Kutsche in Richtung Medina. Leider entpuppte sich die angekündigte Tour als Shoppingabzocke, die wir ganz schnell beendeten. Der Besuch einer vorgetäuschten Argan-Cooperative schlug dem Fass den Boden aus. Bei unserem Eintreten band sich eine Frau eine Schürze um, setzte sich showmäßig zu einer handbetriebenen Ölmühle und schlug ein paar Argannüsse mit einem Stein auf. Ihr Geschäftspartner wollte uns im Verkaufsraum Arganprodukte zu einem Literpreis von mehr als 150 € verkaufen (mehr zur Argan-Cooperative im nächsten Beitrag). Anscheinend funktioniert das aber, ansonsten gäbe es nicht so viele dieser Scheinbetriebe.

Stadtmauer von Taroudannt

Stadtmauer von Taroudannt

Taroudannt

Taroudannt - mit der Kutsche in die Medina

Taroudannt – mit der Kutsche in die Medina

Taroudannt

Eine 8 km lange Mauer umgibt die Medina von Taroudannt. Es gibt zwei größere Plätze, rundherum mit netten Cafés, die zum Verweilen einladen würden. Wir aber spürten nur mehr die Sehnsucht nach Meer und machten uns mit großer Vorfreude auf nach Agadir.

Agadir

Salam,

die Womophilen

 

 

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