womophil

Bienvenido a Andalucia

8. April 2016 von sissy | 5 Kommentare

Von Ceuta nach Algeciraz

Die Fahrt von Ceuta nach Algeciras war kurz und zügig. Wie gut doch das Verlassen der Fähre funktioniert, wenn ein Lotse die Autos aus dem Rumpf dirigiert!

Von Dienstag, 15. März bis Donnerstag, 17. März ließen wir am Campingplatz „Torre de la Pena“ bei Tarifa unsere Marokkoreise Revue passieren. Tarifa, der südlichste Punkt Europas, ist gerade einmal 14 km von Marokko entfernt – der Unterschied, hier oder dort geboren worden zu sein ist unvorstellbar und unsere Dankbarkeit für unseren Geburtsort grenzenlos.

Am Strand von Tarifa

Das Meer vor Tarifa ist die Nahtstelle zwischen dem friedlichen Mittelmeer und dem unberechenbaren Atlantik, ähnlich verhält es sich mit dem Wind. Hier ist das Paradies für Surf- und Kitegötter, die sich spektakulär über das Wasser jagen lassen. Schaut nach wahrem Genuss aus! Wir machten einen 12 km langen Strandspaziergang, sandgestrahltes Feeling inkludiert.

Am Strand von Tarifa

Nichts für Anfänger!

Topziel für Surfcracks

Topziel für Surf- und Kitecracks

Das kaum bebaute Hinterland bietet einen optimalen Rastplatz für Zugvögel auf dem Weg nach Afrika und ist deshalb unter Naturschutz gestellt. Der ständige Wind ist nichts für mich, bewirkte aber, dass hier 1993 das größte Windkraftwerk Europas in Betrieb genommen worden ist.

Windräder in Tarifa

Am Strand von Tarifa

Die Weißen Dörfer (Pueblos blancos) zählen zu den Highlights in Andalusien. Ein Großteil von ihnen liegt idyllisch eingebettet in Berglandschaften. Auch an trüben und bewölkten Tagen leuchten sie schon aus der Ferne. Die Dörfer sind maurisch beeinflusst mit ihren engen, krummen Gassen, die häufig von Bögen überspannt werden. Die Fenster in den weiß gekalkten Fassaden werden oft mit schwarzen Eisengittern gesichert.

Am Freitag, 18. März machten wir uns auf den Weg nach Cádiz und statteten vorher Vejer de la Frontera (Pueblo blanco) einen Besuch ab. Das Dorf  liegt auf einem Hochplateau, 9 km von der Küste entfernt.

Vejer de la Frontera

Castillo - Vejer de la Frontera

Castillo – Vejer de la Frontera

Vejer de la Frontera

Vejer de la Frontera

Unser Tagesziel erreichten wir mit der Anfkunft am Campingplatz „Las Dunas“, direkt am herrlichen Sandstrand der quirligen Stadt El Puerto de Santa María. Die Stadt war Ausgangspunkt der zweiten und vierten Expedition von Christoph Kolumbus und anschließend wichtiger Hafen für den Handel mit den neuen Kolonien.

Strandleben vor dem Campingplatz

Strandleben vor dem Campingplatz

El Puerto de Santa María

El Puerto de Santa María

El Puerto de Santa María

El Puerto de Santa María

Wir näherten uns Cádiz, das auf einem aus dem Meer ragenden Muschelkalkfelsen am Ende einer 9 km langen Meerzunge liegt, über den Wasserweg. Cádiz ist die älteste Stadt Europas. Uns hat sie zu einem entspannten Bummel durch die Altstadt, das Marktgelände (Köstlichkeiten en masse!) und einem Rundgang im Park Genovés  eingeladen.

Über das Meer nach Cádiz

Cádiz

Cádiz

Verglaste Balkone zum Schutz vor den Winterstürmen

Verglaste Balkone zum Schutz vor den Winterstürmen

Vorbereitungen für Semana Santa

Vorbereitungen für Semana Santa

Der Jámon serrano wird traditionell mit der Hand geschnitten

Der Jámon serrano wird traditionell mit der Hand geschnitten

Tunfisch - die besten Stücke grillten wir am Abend- sooo lecker!

Tunfisch – die besten Stücke grillten wir am Abend- sooo lecker!

Moräne - Begegnung im Wasser aus optischen Gründen unerwünscht

Moräne – Begegnung im Wasser aus optischen Gründen unerwünscht

frischer Wildspargel

frischer Wildspargel

Markt in Cádiz

Park Genovés

Park Genovés

Hasta luego,

die Womophilen

Vejer de la Frontera

Schneller Abschied

4. April 2016 von sissy | 2 Kommentare

Glücklich, eine schöne Zeit gemeinsam in Marrakesch verbracht zu haben, verlassen auch wir die Stadt am Sonntag, 13. März.

Minarett derKoutoubia-Moschee

Minarett derKoutoubia-Moschee

Die Koutoubia misst 90x60 m, 112 Pfeiler stützen 17 Schiffe

Die Koutoubia misst 90×60 m, 112 Pfeiler stützen 17 Schiffe

Jardin Majorelle

Marrakesch

Auf gottverlassenen Straßen führt uns das Navi nach Norden, Richtung Casablanca, das wir aber links liegen gelassen haben. Von den Einheimischen kurz Casa genannt, ist sie die größte Stadt und wichtigste Industriemetropole Marokkos.

Extra für dich, Reinhard!

Extra für dich, Reinhard!

Am Weg nach Mohammedia

Wir fahren noch 30 km weiter, bis nach Mohammedia, wo wir uns am Campinplatz „Océan Bleu“ für zwei Nächte einquartieren. Er liegt zwar am Meer, aber ziemlich schrecklich eingekeilt zwischen Neubauten. Die Brandung an diesem felsigen Strand ist viel zu gefährlich, deshalb beschränken wir uns auf Spaziergänge.

Campingplatz Mohammedia

Am Mittwoch, 15. März wollen wir bis Tanger Med fahren und ein letztes Mal in Marokko übernachten. Der Küstenabschnitt von Mohammedia nach Norden erlebt einen Bauboom, der einen erschreckt. Lauter bewachte, leerstehende, gigantisch große Appartmentanlagen sind zu sehen. Rundherum wird auf Riesenplakaten für die Anlagen mit Pools geworben. Wurde das alles für den Tourismus gebaut,  oder doch auch für Einheimische?

Sechsspurig führt die Straße in die Königsstadt Rabat. Solche Boulevards, die den Namen des Königs tragen, gibt es in allen vier Königsstädten. Bei der Einfahrt  in die Städte  und  der Ausfahrt aus den Städten wird von viel Polizeiaufgebot jedes Auto kontrolliert. Bedrohlich wirken die Nagelgurte, die die Straßen auf ein Nadelöhr verengen und die Maschinengewehre der Royal Police.

Boulevard nach Rabat

...nicht allen geht es gut....

…nicht allen geht es gut….

Wir kommen wieder nach Rabat, fahren an der Kasbah des Oudaias vorbei, die wir fast auf den Tag genau vier Wochen zuvor besichtigt haben und werden ein bisschen wehmütig, so vieles haben wir erlebt.

Viele Überwinterer sind auf der Heimfahrt nach Europa, deshalb wollen wir noch die Fähre für den nächsten Tag buchen. Kurz vor dem Hafen geht es dann Schlag auf Schlag, Rudi kauft aus Preisgründen ein Ticket für eine Fähre von Ceuta nach Algeciras, die bereits in zwei Stunden ablegen soll. Die paar Kilometer von Tanger nach Ceuta sind schnell gefahren, die Zollformalitäten mit der Frage: „Haben Sie einen Hund?“ und der Antwort: „Nein“, erledigt. Fünf Minuten nach dem Abstellen des Womos auf der Fähre legen wir ab und freuen uns auf Europa.

Am Weg nach Ceuta

Am Weg nach Ceuta

Felsen von Gibraltar - Europa in Sicht

Felsen von Gibraltar – Europa in Sicht

Marokko, das war ein schneller Abschied, aber wir sehen uns sicher wieder!

Inschallah,

die Womophilen