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God sommer…… an der Südostküste Norwegens

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Fähre von Hirtshals nach Larvik

Die Super Speed Fähre der ColorLine bringt uns in 4,5 Stunden in den Hafen von Larvik. Den Rest der Nacht dösen wir neben lauten LKWs, deren Aggregate laufen, am Rastplatz einer Tankstelle.

Der Dienstagmorgen, 19. Juli, beginnt sonnig und warm, welch ein netter Empfang! Wir fahren zunächst Richtung Norden nach Sandefjord, wo uns ein Kaffee das „Übernachtige“ austreiben soll. Das warme, herrlich nach Zimt duftende Hefegebäck versteht es besser, die Lebensgeister zu wecken! Vorsicht ist geboten: Dieses sündige, weiche, den Gaumen betörende Backwerk hat Potential auch mich wie einen Germteig aufgehen zu lassen.

Sandefjord

Sandefjord entwickelte sich ab 1850 zu einem Zentrum des Wal- und Robbenfangs. Vor hundert Jahren hatten 25 Walfanggesellschaften ihren Sitz in Sandefjord und Ende der 1920er Jahre gab es 15 Trankochereien und 90 Walfangboote. Der Walfang wurde erst 1967/68 eingestellt. Die „Southern Actor“, liegt heute noch einsatzfähig im Hafen und kann bestaunt werden.

Walfangboot Southern Actor

Wir besichtigen Europas einziges Spezialmuseum für den Walfang, das Hvalfangstmuseet. Neben der arktischen und antarktischen Flora und Fauna befasst sich das Museum mit den unterschiedlichen Methoden des Walfangs und den damit verbundenen Kulturen, sowie dem Schutz der Wale. Besonders beeindruckt hat uns der Film über die Fangmethoden und das Leben auf den Walfangschiffen.

Blauwalskelett - Modell eines Blauwales in Originalgröße

Blauwalskelett – darüber hängt ein Modell eines Blauwales in Originalgröße

Hier scheint die Sonne öfter als im restlichen Norwegen. Das wollen wir die nächsten Tage nutzen und quartieren uns zuerst am „Familiencamping Lovisenberg“ 6 km außerhalb von Kragerø ein. Der Campingplatz liegt am Hellefjord und wird derzeit von einem Österreicher betrieben. Das 50 Meter lange, beheizte Salzwasserbecken übt keinen Reiz auf uns aus, während das auf der Haut prickelnde Meer, das von den Kindern auch zu später Stunde noch genutzt wird, herrlich erfrischend ist. Die erst um halb elf beginnenden Sonnenuntergänge bestaunen und kommentieren wir wie zwei kleine Kinder.

Kleiner Sandstrand am Campingplatz Lovisenberrg

Kleiner Sandstrand am Campingplatz Lovisenberrg

In Kragerø pulsiert an beiden Seiten des kleinen Meeresarm „Blindtarmen“ 😉 das Leben. Viele Touristen genießen das beschauliche Städtchen, die Bewohner/Besitzer der unzähligen Ferienhäuser und Villen in der Gegend kommen mit dem Boot zum Einkaufen.

Zum Einkaufen mit dem Motorboot

Kragerø

Kragerø

Risør, die weiße Stadt am Skagerrak, punktet mit vielen Sonnentagen, weißen Bilderbuchhäuschen rechts und links der hübschen Gässchen, mondänen Holzgebäuden an der schönen Uferpromenade,  – die aufgrund der ankernden Yachten mit braungebrannten Schönheiten an Nizza denken lässt – und einem Bootshafen mit Ausflügen in ein Meer voller Inseln mit feinen Sandstränden.

Risør

Qualle im Hafen

Qualle im Hafen

Am Donnerstag, 21. Juli,  übersiedeln wir ein bisschen weiter in den Süden auf den „Campingplatz Marivoll“, der gegenüber von Grimstad auf der landfesten Insel Marivold liegt. Hier treffen wir Heidi und Manfred aus Lichtenberg, die drei Wochen in Norwegen unterwegs gewesen sind. Wir verbringen gemeinsam einen netten Abend, bekommen Reisetipps und fertige Routen UND so gar keinen Guster auf den Norden, hatten die beiden doch da oben gar kein Glück mit dem Wetter.

Die Schärenküste rund um den Campingplatz wird von hübschen Ferienhäuschen gesäumt, an manchen Stellen wird auch mit dem Boot zum Sonnenbaden und Relaxen angelegt.

Ferienhäuser rund um Marivold

Mit dem Boot in den Schären

Bei unserer Abfahrt am Samstag, 23. Juli, besuchen wir noch Grimstad und Lillesand, bevor wir an das Südkap (zum Nordkap wären es von hier 2.518 km!!) zum südlichsten Campingplatz Norwegens in Lindesnes fahren.

Krabbenverkauf in Grimstad

Krabbenverkauf in Grimstad

Krabbenverkauf Grimstad

Lillesand mit nettem kleinem Geschäftszentrum und Biergärten am Hafen

Lillesand mit nettem kleinem Geschäftszentrum und Biergärten am Hafen

Gepflegte Blumenpracht vor den stimmigen Holzhäusern

Gepflegte Blumenpracht vor den stimmigen Holzhäusern

Der Weg zum Kap führt uns durch wunderschöne Landschaft, in der man sich fernab der Zivilisation wähnt. Auch hier findet man ab und an Ferienhäuser und vielleicht eine Schafherde. Oh, wie schön: Das Navi hat wieder einmal eine Spezialabkürzung für uns parat! Ich traue mich wetten, dass auf der „Straße“ noch nie zuvor ein Womo unterwegs gewesen ist.

Auf dem Weg zum Südkap Norwegens

Auf dem Campingplatz „Lindesnes“ fühlen wir uns recht wohl. Wir machen eine Wanderung zum Leuchtturm, Rudi fischt vier Makrelen von der Hafenmole aus, grillen, genießen die Sonne, schwimmen, schauen auf das Meer….

Lindesnes

Fischen am Kap Lindesnes

Lindesnes - auf dem Weg zum Leuchtturm

Lindesnes – auf dem Weg zum Leuchtturm …….

....am Meer entlang

….am Meer entlang

.....durch Wald und Sumpf

…..durch Wald und Sumpf

Da wussten wir noch nichts vom Fall unseres mind. 40 Jahre alten Nussbaumes

Da wussten wir noch nichts vom Fall unseres mind. 40 Jahre alten Nussbaumes

Manche urlauben am liebsten ganz allein!

Manche urlauben am liebsten ganz allein!

Leuchtturm Lindesnes

Das erste Leuchtfeuer wurde hier bereits 1665 errichtet, finanziert durch Abgaben vorbeifahrender Schiffe. Was heute mit den horrenden Eintrittspreisen finanziert wird um in die Nähe des Turmes zu kommen, weiß ich nicht. Wir begnügten uns mit dem Blick zum Turm und auf das Meer.

Leuchtturm Lindesnes

Vi ses,

die Womophilen

Kragero

4 Kommentare

  1. Hallo Sissy und Rudi!
    Nach einer „starken, schönen“ Woche mit 4 der 5 Enkelkindern komme ich jetzt dazu, euren Reisebericht zu lesen. Und ich bin begeistert wie immer, ob von Kroatien, Hamburg, Dänemark oder Norwegen. Hab wieder einiges dazugelernt und konnte genug staunen. Bewundert habe ich die schöne Decke, die du Rudi gestrickt hast, Sissy! Toll! Ja, sie wird euch immer an eure schöne Reise erinnern.
    Den Hamburger Hafen haben wir vor vielen Jahren schon mal bewundert. Sicher hat sich einiges geändert. Die Elbphilharmonie ist toll, ich freue mich auf die Eröffnung am 17. Jänner. Da singen zum Beispiel ein Jonas, eine Anja, ein Bryn….. Gut, dass man im Fernsehen „teilnehmen“ kann.
    Leider überlege ich schon, nächste Woche mal ein „Sparvereinstreffen“ zu organisieren. Das heißt ja dann schon Ferienhalbzeit…. Schade, nicht wahr. So wünsche ich euch auf alle Fälle noch ein paar wunderbare Wochen da oben!
    Ich werde jetzt wieder regelmäßig „mitlesen“! Liebe Grüße! Monika

    • Liebe Monika, ich habe deine Kommentare schon vermisst! Großelternwoche – hoffentlich mit viel Baden am Attersee – stelle ich mir großartig und anstrengend vor. An den 17. Jänner musst du mich unbedingt erinnern, am Ende vergesse ich noch darauf. Sparvereinstreffen ist diese Woche besser, Ulli und Lisi sind dann auch wieder zuhause – und vielleicht auch wir.
      Teils sonnige, immer wieder von Regengüssen durchtränkte Grüße aus dem Norden,
      Sissy&Rudi

  2. Nach 6 Wochen „Ausnahmezustand“komme ich endlich wieder dazu bei den Womophilen zu lesen und ich bin schon total relaxt!!! ja der Norden -der ist ganz meines da werde ich auch mal einige Zeit verbringen!!! Eine entspannende Zeit noch für euch lg Sabine

    • Denke oft an dich, der Norden – mehr deins als meins! Hoffe, dass sich auch bei dir die Situation entspannt, alle genesen und einsatzbereit sind. Wünsche euch Musestunden am Mondsee, Sissy

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