womophil

Bergen – die Regenhauptstadt Europas

31. August 2016 nach sissy | Keine Kommentare

Am Mittwoch, 27. Juli, gondeln wir im Zick-Zack auf der N13 gen Bergen. Reisen in Norwegen entschleunigt. Die erlaubten 80 km/h kann man ganz selten fahren, die Straßen sind großteils eng mit vielen Ausweichstellen und sehr kurvig. Wir haben noch in keinem Land so viele Wohnmobile und Gespanne auf der Straße erlebt. Neun von zehn Womos sind Norweger, ein paar Deutsche und kaum Österreicher oder Schweizer.

Schwimmende Fischzucht

Schwimmende Fischzucht

Die Straße führt uns über Jorpeland nach Tau und von Heilmelandsvagen mit der Fähre nach Nesvik. Sand, Suldal, Skare, Odda, zielstrebig geht es nordwärts, Wasser begleitet uns scheinbar stehend oder wild fließend.

Wasserfall am Weg

Wasserfall am Weg

Ab Odda fahren wir am Sørfjorden, einem südlichen Ausläufer des mächtigen Hardangerfjordes, entlang und staunen nicht schlecht: Obstanbau hier!? Wir sehen Apfel- Birnen- Zwetschken- und Kirschbäume. An vielen Straßenständen werden momentan Kirschen verkauft, bzw. verkaufen sich die Kirschen selbst. Man nimmt einfach die mit herrlichen Früchten gefüllten Schalen und wirft den entsprechenden Geldbetrag in eine Büchse. Die Kirschen geben nicht nur von der Optik was her, nein, sie munden auch vorzüglich!

Obstanbau am Sørfjorden

Obstanbau am Sørfjorden

Bereits im 13. Jahrhundert bauten in dieser Gegend die Zisterziensermönche Obst und Gemüse in ihren Klöstern an. Nach der Reformation geriet der Anbau in Vergessenheit, weil die Mönche ihre Klöster aufgeben mussten. Ab dem 18. Jahrhundert beginnen ansässige Bauern am Sørfjorden wieder mit dem Obstanbau.

Jede kleinste Fläche wird genutzt

Jede kleinste Fläche wird genutzt

Auf der anderen Seite des Fjordes liegt Ullensvang, das zu den größten Obstanbaugebieten in Norwegen gehört. Dem Golfstrom sei Dank, befinden wir uns hier doch auf dem gleichen Breitengrad wie Südgrönland. Außerdem begünstigt auch die geschützte Lage innerhalb der Fjorde den Obstanbau. Der Wind fegt über die Hardanger-Hochebene hinweg, hier im Fjord ist es meist windstill.

Von Utne, wo sich drei Fjorde treffen, setzen wir nach Kvanndal über.

Fähre nach Kvanndal

2 km nach Norheimsund zieht der Steinsdalsfossen unseren Blick auf sich. Der Wasserfall entstand 1699 aufgrund der Laufänderung des Flusses. Ein schmaler Weg führt zum Wasserfall und hinter diesem vorbei. Es ist etwas Besonderes, ihn nicht nur zu sehen und zu hören, sondern die Urgewalt des Wassers auch zu spüren. In ganz Norwegen haben Architekten in Gemeinschaft mit Landschaftsarchitekten Plattformen und Aussichtspunkte geschaffen, um spektakuläre, atemberaubende Ein- und Ausblicke genießen zu können.

Steinsdalsfossen

Steinsdalsfossen

Das Gespür für Architektur fällt uns öfters auf. Ist dieses einfache, stylische, funktionale (es regnet ja eh schon wieder!) Busswartehäuschen nicht genial? Mir gefällt auch die Schreibweise des Wortes Buss. Endlich eine Sprache, in der der Buss so geschrieben wird, wie auch wir ihn sprechen!

Busswartehäuschen

Nach gut 70 km erreichen wir den „Bergen Campingpark AS“, 19 km außerhalb der Stadt gelegen. Er erhält von uns das Prädikat „Nicht empfehlenswert“.

Bergen macht seinem Ruf alle Ehre, es regnet und regnet und regnet. Wir starten am Donnerstag, 28. Juli, mit einem Frühstück bei Baker Brun (Danke für den Tipp! :)) und beginnen mit dem Flanieren im Weltkulturerbe Bryggen.

Dreistöckige, spitzgiebelige Hansekontoren in Brygge

Dreistöckige, spitzgiebelige Hansekontoren in Brygge

Es lässt sich noch erahnen, welche Bedeutung Bryggen im Mittelalter hatte. Die Hanse hinterließ hier ihre Spuren, jahrhundertelang war die Kaianlage quirliger und zentraler Teil der Stadt. Etliche Stadtbrände tobten hier, 1702 wurde die ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt. Nach dieser Feuersbrunst wurde Bryggen im alten Baumuster wieder aufgebaut und hat heute dasselbe Profil wie im 12. Jahrhundert.

Bergen - Brygge

Bryggen, seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe

Bryggen, seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe

Um Brände in dem engen Viertel zu vermeiden, waren die Gebäude unbeheizt.

Um Brände in dem engen Viertel zu vermeiden, waren die Gebäude unbeheizt

Bryggen

Bryggen

Die Hansekontore nehmen die ganze Ostseite der Bucht Vågen ein

Die Hansekontore nehmen die ganze Ostseite der Bucht Vågen ein

Tyskebryggen, der Deutsche Kai in Bergen

Tyskebryggen, der Deutsche Kai in Bergen

Die bunten Holzhäuser schaffen es selbst bei diesem trüben Wetter, ein bisschen Stimmung aufkommen zu lassen. Wir gehen über den Fischmarkt und sind enttäsucht. Das ist Norwegens bekanntester und meistbesuchter Marktplatz im Freien!? Ein wenig mehr vom Fisch finden wir in der Markthalle, wo wir eine leckere Fischsuppe und Fish & Chips norwegischer Art essen, d. h. mit Dorsch, Lachs, Steinbutt und Shrimps.

Fischmarkt Bergen

Fischmarkt Bergen

Fischmarkt Bergen

Fischmarkt Bergen

Informationszentrum mit Fischhalle

Informationszentrum mit Fischhalle

Jetzt regnet es nicht, es schüttet. Wir können die Markthalle nicht verlassen. Üerall stehen Leute, die eigentlich hinaus möchten. Ich schaue auf die Geschäfte gegenüber. Fast jedes bietet Regenbekleidung, Schirme, warme Stricksachen und Jacken an. Auch am Regen lässt es sich verdienen. Ich kaufe mir eine schwarze Regenüberjacke, die bis zum Boden reicht, mit einem Schirm ist man hier deutlich „undercovered“.

Pudelwohl?

Der Kirchturm der Johanneskirken kann fast überall in Bergen gesehen werden und dient der Orientierung. Der Kirchenraum hat eine sehr gute Akustik, deshalb wird er gerne als Konzertsaal verwendet.

Johanneskirken Bergen

Blick von der Kirche

Blick von der Kirche

Kurz waren seine grandiosen Spieleinlagen, andauernd musste er sein Instrument mit einer Plane abdecken um es nicht zu verstimmen. Bei mir hatte die neue "Plane" wenig Erfolg, war ordentlich verstimmt!

Kurz waren seine grandiosen Spieleinlagen, andauernd musste er sein Instrument mit einer Plane abdecken um es nicht zu verstimmen. Bei mir hatte die neue „Plane“ wenig Erfolg, war ordentlich verstimmt!

Für uns ein ungewohnter Anblick: Die Elektrotankstelle an der Einfahrt zum Campingplatz, vollbesetzt mit Teslas. Bis 2025 will Norwegen den Autoverkehr komplett auf erneuerbare Energie umstellen, deshalb werden Elektroautos besonders gefördert. Bei der Anschaffung eines Elektroautos entfällt die Mehrwertsteuer. Ebenso sind mit Strom betriebene Gefährte von der Kfz-Steuer und der Abgas-Abgabe befreit. In norwegischen Städten können Fahrer von E-Autos ihre Wagen auf kommunalen Parkplätzen kostenlos abstellen,  auch das Aufladen der Batterien an den öffentlichen Stationen ist gratis. In Bergen darf man sogar die Bussspur benutzen – und am Stau vorbeifahren.

Elektrotankstelle vor dem Campingplatz

Auch am Abend regnet es und wir überlegen, ob wir nicht gleich nach Oslo durchstarten sollen. Bei so viel Niederschlag schlägt mein Stimmungsbarometer gefährlich in Richtung Niedergeschlagenheit!!

 

Vi ses,

die Womophilen

Kjerag und Preikestolen – dem Regen entgegen

6. August 2016 nach sissy | 2 Kommentare

Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes, trotzdem wagen wir uns am Montag, 25. Juli, nordwärts. Wir sind begeistert von der Landschaft und wenn man sich nicht unbedingt an den Hotspots aufhält, – wie wir zwei es für die nächsten Tage vorhaben – dann verteilen sich die Touristen gut in diesem mit so viel Schönheit ausgestattetem Land. Fels und Wasser in unterschiedlichsten Formen, daraus scheint Norwegen zu bestehen.

Lysefjord

Wir bahnen uns den Weg zurück über Vigeland nach Lyngdal und weiter auf der E39 bis Flikka. Die 466er führt uns bis Tonstad, die 468er bis Sinnes und dann geht es fast 30 km ganz engspurig dahin. Die Krönung ist aber eine unglauliche Serpentinenstraße mit 27 Haarnadelkurven und Blick über die 800 m senkrecht abfallende Bergseite nach Lysebotn in den Lysefjord.

Idyllisch gelegener Campingplatz am Weg

Idyllisch gelegener Campingplatz am Weg

Im Winter ist es hier bestimmt besonders schön!

Im Winter ist es hier bestimmt besonders schön!

Steinmännchen zur Orientierung??

Steinmännchen zur Orientierung??

Hochebenen, zum Teil mit Moos und Heidekraut überzogen

Hochebenen, zum Teil mit Moos und Heidekraut überzogen

...und überall Wasser .......

…und überall Wasser …….

...viel Wasser....

…viel Wasser….

Blick von Lysebotn auf den Lysefjord

Blick von Lysebotn auf den Lysefjord

Lysefjord

Lysefjord

Campingplatz "Lysebothn" - Hütten gibt es auf jedem Campingplatz zu mieten

Campingplatz „Lysebotn“ – Hütten gibt es auf jedem Campingplatz zu mieten

Auch für Dienstag gibt es keine bessere Wetterprognose. Es sieht nicht gut aus für die Wanderung zum Kjerag. Bis zum Abend füllt sich der Campingplatz. Wollen die alle morgen zum Kjerag wandern?? Für mich wird es „nur“ Fotos geben, laut Beschreibung ist die Tour nicht wirklich „sissytauglich“, 5 Stunden Gehzeit mit erhöhten Anforderungen und blankem Fels, den ich bei dem Wetter eher scheue. Vom Fjord aus kann man zusehen, wie sich die Gipfel ständig in Wolken hüllen um dann doch wieder sichtbar zu werden.

Die Morgenstimmung ist gar nicht so schlecht, doch gleich nach dem Frühstück beginnt es zu regnen. Wir kurven die Serpentinen hoch und stehen zunächst mit nur zwei Womos am Parkplatz des Øygardsstølen.

Wanderung zum Kjerag Wanderung zum Kjerag Wanderung zum KjeragWanderung zum Kjerag

Wegweiser zum Kjeragbolten

Der Kjeragbolten ist ein eiförmiger Monolith, der in einer Feslsspalte 1.000 m über dem Lysefjord eingeklemmt ist. Man nähert sich dem Stein über ein Bachbett. Für viele Norwegenbesucher ist es der Adrenalin-Kick schlechthin auf dem Kjeragbolten oder der Trolltunga gestanden zu sein. Wenn das Wetter schön ist, hat man einen herrlichen Ausblick auf den Fjord.

Bachbett mit Blick auf Kjeragbolten

Bachbett mit Blick auf Kjeragbolten

Kjeragbolten

Kjeragbolten

Kjeragbolten

Blickk auf Lysefjord

KjeragboltenKjeragbolten

Blick auf den Lysefjord

Am Rückweg vom Kjeragbolten

Rückweg vom Kjeragbolten

Mystische Stimmung am Rückweg

Am Weg zurück

Lisebotn am Ende des Lysefjords

Lisebotn am Ende des Lysefjords

 Øygardsstølen - Adlernest

Øygardsstølen – Adlernest

Unterer Parkplatz vor dem Adlernest

Unterer Parkplatz vor dem Adlernest

Wir wollen nicht den gleichen Weg zurück nehmen, deshalb verlassen wir Lisebotn noch am Abend über den Fjord. Der Lysefjord ist ein sehr steiler, 40 km langer und bis zu 500 Meter tiefer Fjord.

Fähre über den Lysefjord

Im Lysefjord gibt es etwa 400 Seehunde, die bis zu 2 Meter lang und 100 kg schwer werden. Ein ausgewachsener Seehund frisst 6 – 10 kg Fisch pro Tag, bevorzugt norwegischen Lachs. (So ein Feinspitz! Wen wundert es da, dass Rudi keinen Lachs erfischte?!) Leider lässt sich kein Seehund blicken. Es ist allerdings nicht einfach sie zu entdecken, da die Grundfarbe der Uferzone der Farbe des Seehundpelzes sehr ähnelt.

Steile Wände am Lysefjord

Steile Wände am Lysefjord

Hinter dem alten Elektrizitätswerk führt neben der Leitung, die das Werk mit Wasser versorgt hat, eine Holztreppe mit 4.444 Stufen hinauf, die für Touristen zugänglich ist.

Hinter dem alten Elektrizitätswerk führt neben der Leitung, die das Werk mit Wasser versorgt hat, eine Holztreppe mit 4.444 Stufen hinauf, die für Touristen zugänglich ist.

Es dauert nicht lange und wir können 600 Meter über uns unser nächstes Ziel, das 25 x 25 m große Gebirgsplateau des Preikestolen, erahnen. Dort gibt es kein Geländer, Gott sei Dank ist bis heute noch niemand heruntergefallen. Es wird erzählt, dass der Preikestolen zusammenfallen wird, wenn sieben Schwestern sich mit sieben Brüdern aus der gleichen Gegend verheiraten.

Preikestolen

Preikestolen

Viele Höfe hoch oben am Felshang sind verlassen. Früher band man die Kinder mit einem Strick fest, damit sie nicht hinunterfallen konnten.

Viele Höfe hoch oben am Felshang sind verlassen. Früher hat man die Kinder mit einem Strick festgebunden, damit sie nicht hinunterfallen konnten.

In Forsand verlassen wir die Fähre (Touristenfähre mit Information) und begeben uns auf den Weg zum Preikestolen. Leider wird der Regen immer mehr und es tut unserer Stimmung gar nicht gut, dass wir auf dem Campingplatz weder Strom noch ein halbwegs trockenes Plätzchen bekommen. Unser Wunsch zur Kanzel  zu wandern wird immer kleiner und wir einigen uns: Wanderung findet nur im Trockenen statt!

Die ganze Nacht begleitet uns der blecherne Klang der Regentropfen auf das Womodach und am Morgen heißt es: Der Preikestolen kann uns „gestolen“ bleiben!

Vi ses,

die Womophilen

 

Parkplatz Adlernest

God sommer…… an der Südostküste Norwegens

30. Juli 2016 nach sissy | 4 Kommentare

Fähre von Hirtshals nach Larvik

Die Super Speed Fähre der ColorLine bringt uns in 4,5 Stunden in den Hafen von Larvik. Den Rest der Nacht dösen wir neben lauten LKWs, deren Aggregate laufen, am Rastplatz einer Tankstelle.

Der Dienstagmorgen, 19. Juli, beginnt sonnig und warm, welch ein netter Empfang! Wir fahren zunächst Richtung Norden nach Sandefjord, wo uns ein Kaffee das „Übernachtige“ austreiben soll. Das warme, herrlich nach Zimt duftende Hefegebäck versteht es besser, die Lebensgeister zu wecken! Vorsicht ist geboten: Dieses sündige, weiche, den Gaumen betörende Backwerk hat Potential auch mich wie einen Germteig aufgehen zu lassen.

Sandefjord

Sandefjord entwickelte sich ab 1850 zu einem Zentrum des Wal- und Robbenfangs. Vor hundert Jahren hatten 25 Walfanggesellschaften ihren Sitz in Sandefjord und Ende der 1920er Jahre gab es 15 Trankochereien und 90 Walfangboote. Der Walfang wurde erst 1967/68 eingestellt. Die „Southern Actor“, liegt heute noch einsatzfähig im Hafen und kann bestaunt werden.

Walfangboot Southern Actor

Wir besichtigen Europas einziges Spezialmuseum für den Walfang, das Hvalfangstmuseet. Neben der arktischen und antarktischen Flora und Fauna befasst sich das Museum mit den unterschiedlichen Methoden des Walfangs und den damit verbundenen Kulturen, sowie dem Schutz der Wale. Besonders beeindruckt hat uns der Film über die Fangmethoden und das Leben auf den Walfangschiffen.

Blauwalskelett - Modell eines Blauwales in Originalgröße

Blauwalskelett – darüber hängt ein Modell eines Blauwales in Originalgröße

Hier scheint die Sonne öfter als im restlichen Norwegen. Das wollen wir die nächsten Tage nutzen und quartieren uns zuerst am „Familiencamping Lovisenberg“ 6 km außerhalb von Kragerø ein. Der Campingplatz liegt am Hellefjord und wird derzeit von einem Österreicher betrieben. Das 50 Meter lange, beheizte Salzwasserbecken übt keinen Reiz auf uns aus, während das auf der Haut prickelnde Meer, das von den Kindern auch zu später Stunde noch genutzt wird, herrlich erfrischend ist. Die erst um halb elf beginnenden Sonnenuntergänge bestaunen und kommentieren wir wie zwei kleine Kinder.

Kleiner Sandstrand am Campingplatz Lovisenberrg

Kleiner Sandstrand am Campingplatz Lovisenberrg

In Kragerø pulsiert an beiden Seiten des kleinen Meeresarm „Blindtarmen“ 😉 das Leben. Viele Touristen genießen das beschauliche Städtchen, die Bewohner/Besitzer der unzähligen Ferienhäuser und Villen in der Gegend kommen mit dem Boot zum Einkaufen.

Zum Einkaufen mit dem Motorboot

Kragerø

Kragerø

Risør, die weiße Stadt am Skagerrak, punktet mit vielen Sonnentagen, weißen Bilderbuchhäuschen rechts und links der hübschen Gässchen, mondänen Holzgebäuden an der schönen Uferpromenade,  – die aufgrund der ankernden Yachten mit braungebrannten Schönheiten an Nizza denken lässt – und einem Bootshafen mit Ausflügen in ein Meer voller Inseln mit feinen Sandstränden.

Risør

Qualle im Hafen

Qualle im Hafen

Am Donnerstag, 21. Juli,  übersiedeln wir ein bisschen weiter in den Süden auf den „Campingplatz Marivoll“, der gegenüber von Grimstad auf der landfesten Insel Marivold liegt. Hier treffen wir Heidi und Manfred aus Lichtenberg, die drei Wochen in Norwegen unterwegs gewesen sind. Wir verbringen gemeinsam einen netten Abend, bekommen Reisetipps und fertige Routen UND so gar keinen Guster auf den Norden, hatten die beiden doch da oben gar kein Glück mit dem Wetter.

Die Schärenküste rund um den Campingplatz wird von hübschen Ferienhäuschen gesäumt, an manchen Stellen wird auch mit dem Boot zum Sonnenbaden und Relaxen angelegt.

Ferienhäuser rund um Marivold

Mit dem Boot in den Schären

Bei unserer Abfahrt am Samstag, 23. Juli, besuchen wir noch Grimstad und Lillesand, bevor wir an das Südkap (zum Nordkap wären es von hier 2.518 km!!) zum südlichsten Campingplatz Norwegens in Lindesnes fahren.

Krabbenverkauf in Grimstad

Krabbenverkauf in Grimstad

Krabbenverkauf Grimstad

Lillesand mit nettem kleinem Geschäftszentrum und Biergärten am Hafen

Lillesand mit nettem kleinem Geschäftszentrum und Biergärten am Hafen

Gepflegte Blumenpracht vor den stimmigen Holzhäusern

Gepflegte Blumenpracht vor den stimmigen Holzhäusern

Der Weg zum Kap führt uns durch wunderschöne Landschaft, in der man sich fernab der Zivilisation wähnt. Auch hier findet man ab und an Ferienhäuser und vielleicht eine Schafherde. Oh, wie schön: Das Navi hat wieder einmal eine Spezialabkürzung für uns parat! Ich traue mich wetten, dass auf der „Straße“ noch nie zuvor ein Womo unterwegs gewesen ist.

Auf dem Weg zum Südkap Norwegens

Auf dem Campingplatz „Lindesnes“ fühlen wir uns recht wohl. Wir machen eine Wanderung zum Leuchtturm, Rudi fischt vier Makrelen von der Hafenmole aus, grillen, genießen die Sonne, schwimmen, schauen auf das Meer….

Lindesnes

Fischen am Kap Lindesnes

Lindesnes - auf dem Weg zum Leuchtturm

Lindesnes – auf dem Weg zum Leuchtturm …….

....am Meer entlang

….am Meer entlang

.....durch Wald und Sumpf

…..durch Wald und Sumpf

Da wussten wir noch nichts vom Fall unseres mind. 40 Jahre alten Nussbaumes

Da wussten wir noch nichts vom Fall unseres mind. 40 Jahre alten Nussbaumes

Manche urlauben am liebsten ganz allein!

Manche urlauben am liebsten ganz allein!

Leuchtturm Lindesnes

Das erste Leuchtfeuer wurde hier bereits 1665 errichtet, finanziert durch Abgaben vorbeifahrender Schiffe. Was heute mit den horrenden Eintrittspreisen finanziert wird um in die Nähe des Turmes zu kommen, weiß ich nicht. Wir begnügten uns mit dem Blick zum Turm und auf das Meer.

Leuchtturm Lindesnes

Vi ses,

die Womophilen

Kragero

Dänemark – wir kommen wieder

24. Juli 2016 nach sissy | 4 Kommentare

Zeitig in der Früh verlassen wir am Samstag, 16. Juli, Hamburg. Das Wetter ist „zwiezach“. Soll es regnen oder doch die Sonne scheinen? Je weiter wir nach Norden kommen, desto mehr entscheidet sich die Wetterküche für ein nasskaltes Gebräu in einem Grau, das an Novembertage denken lässt. Auf der Autobahn herrscht viel Verkehr, – Samstag und Ferien – wie sollte das anders sein!? Trotzdem geht es zügig auf der mautfreien Autobahn die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung durch Dänemark. Liegt das an der disziplinierten Fahrweise, die laut unseren Erfahrungen mit jedem Breitengrad, den wir nördlicher kommen, zunimmt? Was abnimmt, ist allerdings die Anzahl der Tankstellen und Raststätten im Vergleich zu Österreich und Deutschland.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Hirtshals, in dem es quirlt. Hier verbringen viele die letzten Stunden/Tage vor der Weiterreise nach Norwegen oder Island oder kommen aus diesen Ländern an. Der Campingplatz liegt ganz nah und idyllisch mit Blick auf das Meer und den Leuchtturm.

Hirtshals, DK

Blick vom Leuchtturm auf den Campingplatz

Blick vom Leuchtturm auf den Campingplatz

Das Licht im Norden ist faszinierend. Hier ist es bereits 22.35 Uhr

Das Licht im Norden ist faszinierend. Hier ist es bereits 22.35 Uhr

Jeder möchte dieses spezielle Licht einfangen

Jeder möchte dieses spezielle Licht einfangen

Leuchttürme sind auch kurz vor Mitternacht wunderschön!

Leuchttürme sind auch kurz vor Mitternacht wunderschön!

Leider erwischt uns die dynamische Preisgestaltung der Fähre mit voller Wucht. Die Peise sind am Wochenende doppelt so hoch wie während der Woche. Also verlängern wir unseren Aufenthalt bis Montag 22.15 Uhr. Eine Buchung im Jänner wäre wohl die beste Variante gewesen, kommt uns Spontanreisern aber überhaupt nicht gelegen.

Wir genießen die „geschenkten Tage“ mit Spaziergängen am Strand und nach Hirtshals, mit dem Besichtigen des Leuchtturms und der Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg, die noch sehr gut erhalten ist.

Strandspaziergang Hirtshals

Strandspaziergang Hirtshals

Hinter der Düne verbergen sich hyggelige Feriendomizile

Hinter der Düne verbergen sich hyggelige Feriendomizile

Strandgut

Strandgut

Im Hafen von Hirtshals

Im Hafen von Hirtshals

Blick vom Leuchtturm auf die Bunker

Blick vom Leuchtturm auf die Bunker

Bunker Hirtshals

Am Montagabend sind wir schon bald im Fährhafen. Das Geschehen übt auf uns Binnenländer immer wieder eine besondere Faszination aus.

Rampe, über die wir spätr als erstes Fahrzeug in den Schiffsrumpf dürfen

Rampe, über die wir später als erstes Fahrzeug in den Schiffsrumpf dürfen.

Andocken der Rampe

Andocken der Rampe

Pünktlich um 22.20 verabschieden wir uns von Dänemark und machen uns auf den Weg nach Larvik.

Abfahrt aus dem Fährhafen von Hirtshals

Abfahrt aus dem Fährhafen von Hirtshals

Abfahrt aus dem Fährhafen von Hirtshals

Hirtshals

„Hyggelig“ ist das einzige dänische Wort, das ich schon öfter auf Blogs gelesen habe. Es bedeutet „gemütlich, schön“. Dänemark ist bestimmt eine längere Reise wert, viel Hyggeliges gibt es hier zu erkunden, egal ob Strände, Inseln, Holzhausarchitektur, Wohndesign oder Kulturelles.

Fast zeitgleich mit uns verlässt diese Fähre den Hafen

Fast zeitgleich mit uns verlässt diese Fähre den Hafen

 

Hyggelige Grüße,

die Womophilen

Küste Hirtshals

Moin, moin…..aus Hamburg!

22. Juli 2016 nach sissy | Keine Kommentare

Mit einer Träne im Knopfloch starten wir unsere letzte Sabbaticaltour 15/16, die uns in den Norden führen wird. Etwas verspätet (am Sonntag und Montag war der Attersee einfach noch zu herrlich!!) schaukelt unser Womo am Mittwoch, 13. Juli, über Passau, Regensburg, Hof, Halle, Magdeburg und Wolfsburg in die Lüneburger Heide. Gefühlt ist mindestens die halbe Strecke Baustelle! Ich habe viel Zeit, neue Reiseziele in der Umgebung auszumachen, ist das doch eine Strecke, die wir vorher noch nie befahren haben, Fichtelgebirge, Bayreuth, Jena, Weimar und die Lüneburger Heide.

80 km vor Hamburg verbringen wir die Nacht am „Freizeit – Camp – Nordheide e. V.“ in Garlstorf a. W. Der Platzbetreiber macht uns die Schönheit der Heide schmackhaft, die Ende Juli/Anfang August in voller Blüte steht. Der traditionelle Baustil mit den reetgedeckten Häusern lädt zum Verweilen ein. Ich spüre, dass wir auch für solch ruhige Gegenden reif werden.

Hamburg Blick auf Elbphilharmonie

Am Donnerstag, 14. Juli, bekommen wir mit viel Glück einen Stellplatz am Hamburger Stadtcamping „Buchholz“, mit Bus, U-Bahn und S-Bahnanschluss in unmittelbarer Nähe. Unser Nachbar im Wohnwagen hat seinen Platz schon im Jänner reserviert!

Der Blick von der U-Bahnstation Landungsbrücken zieht uns sofort zu einer 2-stündigen Hafenrundfahrt an die Elbe. Mit staubtrockenem Witz gibt uns der Kapitän Einblick in das Treiben im Hafen. Der Hamburger Hafen ist ein Tidehafen, d. h. Ebbe und Flut bestimmen den Wasserstand. Die Schwimmdocks bewältigen zweimal am Tag fast 4 m Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser. An den Übergangsbrücken der Landungsbrücken kann man dieses Phänomen besonders gut erleben – bei Hochwasser stehen diese beinahe waagrecht, bei Niedrigwasseer sind sie fast zu erklimmen.

Hafen Hamburg - Übergangsbrücke mit kleiner Steigung

Hafen Hamburg – Übergangsbrücke mit kleiner Steigung

Tidenanzeige am Turm

Tidenanzeige am Turm

Fischauktionshalle - ein Gebäude mit Stil - darf heute als Veranstaltungsort dienen

Fischauktionshalle – ein Gebäude mit Stil – darf heute als Veranstaltungsort dienen

In diesem Bereich ist das Ankern verboten, der Elbtunnel führt unten durch. "Einen Anker auf der Kühlerhaube wünscht sich niemand!"

In diesem Bereich ist das Ankern verboten, der Elbtunnel führt unten durch. „Einen Anker auf der Kühlerhaube wünscht sich niemand!“

Das Luxusaltersheim an der Elbe war früher Kühlhaus für Frischfleich. "Man hält sich knackig da drinnen". Im Vordergrund ein Hafenschlepper. Die Besatzung wohnt auf den Kraftprotzen, um jederzeit abrufbar zu sein.

Das Luxusaltersheim an der Elbe war früher Kühlhaus für Frischfleich. „Man hält sich knackig da drinnen“. Im Vordergrund ein Hafenschlepper. Die Besatzung wohnt auf den Kraftprotzen, um jederzeit abrufbar zu sein.

Villen und Strand am Elbufer

Villen und Strand am Elbufer

Strandperle - das wohl bekannteste Büdchen Hamburgs. Gelber Sand, leichte Brise und dicke Pötte fahren vorbei. Hamburg pur!

Strandperle – das wohl bekannteste Büdchen Hamburgs. Gelber Sand, leichte Brise und dicke Pötte fahren vorbei. Hamburg pur!

Nach Rotterdam ist der Hamburger Hafen der zweitgrößte Container-Umschlagplatz Europas. Die größten Containerschiffe mit einer Länge von 400 m, einer Breite von 59 m und Platz für mehr als 19 000 Container werden hier gelöscht. Diese Riesen brauchen nicht mehr als 16 – 18 Mann Besatzung, in 10 Jahren werden sie die Weltmeere wohl ganz alleine befahren.

Hafen HAmburg

Lebensmittelcontainersind weiß und verfügen über ein zentral gesteuertes Aggregat

Lebensmittelcontainer sind weiß und verfügen über ein zentral gesteuertes Aggregat

Wir fahren auf eine Wand zu....

Wir fahren auf eine Wand zu….

.....voll beladen 16 m Tiefgang

…..voll beladen mit 16 m Tiefgang

Eine Containerbrücke mit 10 Armen löscht die AL ZUBARA. 400 Container/Stunde werden von der Containerbrücke rund um die Uhr entladen.

Eine Containerbrücke mit 10 Armen löscht die AL ZUBARA. 400 Container/Stunde werden von der Containerbrücke rund um die Uhr entladen.

Al Zubara

 

12 Stockwerke können Containerwände hoch sein!

12 Stockwerke können Containerwände hoch sein!

Die Schiffsnase verringert die Reibung am Bug und ermöglicht eine Treibstoffersparnis von 6 - 8 %.

Die Schiffsnase verringert die Reibung am Bug und ermöglicht eine Treibstoffersparnis von 6 – 8 %.

Während die Container entladen werden, wird das Schiff betankt...

Während die Container entladen werden, wird das Schiff betankt…

...entmüllt.

…und entmüllt.

Man muss wohl länger auf irgendeine Weise in Berührung mit diesen Containern gewesen sein, um auf die Idee zu kommen, diese ausrangierten Behälter zu verwerten. Es ist mehr als faszinierend, wie kreativ sie z. B. hier oder hier verwendet werden.

Auf der Werft werden Marineboote, Yachten für russische Oligarchen und Kreuzfahrtschiffe gebaut und überholt.

Auf der Werft werden Marineboote, Yachten für russische Oligarchen und Kreuzfahrtschiffe gebaut und überholt.

Queen Mary 2, die Königin der Meere erhielt erst kürzlich ein Refit-Programm in Hamburg. Kleines Detail: Für die Außenhaut wurden 35.000 Liter Farbe verwendet!

Queen Mary 2, die Königin der Meere erhielt erst kürzlich ein Refit-Programm in Hamburg. Kleines Detail: Für die Außenhaut wurden 35.000 Liter Farbe verwendet!

Die Speicherstadt – ein Meer aus rotem Backstein – mit Fassaden, die an Schlösser, Paläste und Kirchen erinnern.

Die Speicherstadt – ein Meer aus rotem Backstein – mit Fassaden, die an Schlösser, Paläste und Kirchen erinnern.

Hinter den denkmalgeschützten Fassaden herrscht optimales Lagerklima: im Winter nicht weniger als 5° C und im Sommer nicht mehr als 20° C. Die Speicherstadt ist Europas größter Umschlagplatz für Orientteppiche.

Hinter den denkmalgeschützten Fassaden herrscht optimales Lagerklima: im Winter nicht weniger als 5° C und im Sommer nicht mehr als 20° C. Die Speicherstadt ist Europas größter Umschlagplatz für Orientteppiche.

Die goldfarbenen Firmenlettern glänzen selbst bei diesem Wetter auf dem Backstein. Hier findet man die größte Modelleisenbahn der Welt, die Warteschlange vor dem Hamburg Dungeon lässt auch auf Besonderes schließen. (Gruselshow für starke Nerven!)

Speicherstadt Hamburg

Speicherstadt Hamburg

Die tanzenden Türme sind das Wahrzeichen von St. Pauli. 25 000 000 Besucher vergnügen sich jährlich auf der 2 km langen Reeperbahn!

Die tanzenden Türme sind das Wahrzeichen von St. Pauli.
25 000 000 Besucher vergnügen sich jährlich auf der 2 km langen Reeperbahn!

Eingang Reeperbahn

Das Hamburger Rathaus – auf 4 000 Eichenpfählen gebaut. Die Vorbereitungen für den ITU - World Triathlon sind in vollem Gange

Das Hamburger Rathaus – auf 4.000 Eichenpfählen gebaut.                                                                                Die Vorbereitungen für den ITU – World Triathlon sind in vollem Gange

Bei Sonnenschein wähnt man sich hier bestimmt in Venedig!

Bei Sonnenschein wähnt man sich hier bestimmt in Venedig!

20 % der Stadtfläche sind Grünanlagen, es gibt 140 Parks, 250 000 Straßenbäume sorgen für frische Luft und ein Paradies für Hunde. ;) Blick auf die Außenalster, Wassersportrevier der Hamburger und Luxuswohngegend.

20 % der Stadtfläche sind Grünanlagen, es gibt 140 Parks, 250.000 Straßenbäume sorgen für frische Luft und ein Paradies für Hunde. 😉 Blick auf die Außenalster, Wassersportrevier der Hamburger und Luxuswohngegend.

Mit knapp 2 500 Brücken ist Hamburg die brückenreichste Stadt Europas, noch vor Venedig und Amsterdam! Unzählige Fleete und Kanäle durchqueren die Stadt und erzeugen ein besonderes Ambiente.

Mit knapp 2.500 Brücken ist Hamburg die brückenreichste Stadt Europas, noch vor Venedig und Amsterdam! Unzählige Fleete und Kanäle durchqueren die Stadt und erzeugen ein besonderes Ambiente.

Einen grandiosen Ausblick hat man vom Wahrzeichen der Stadt, vom St. Michaelisturm. Die Kirche ist der größte sakrale Barockbau Norddeutschlands.

Einen grandiosen Ausblick hat man vom Wahrzeichen der Stadt, vom St. Michaelisturm. Die Kirche ist der größte sakrale Barockbau Norddeutschlands.

Blick vom Michel auf die Elbphilharmonie

Blick vom Michel auf die Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie, die im Jänner 2017 eröffnet werden soll, hat uns so begeistert, dass wir sie in unsere „Reisewunschliste neu“ aufnehmen. Ist ja lustig, unsere Reisewunschliste wurde in diesem Jahr nicht kürzer sondern länger! Die Entwicklung in der HafenCity, in der sich die Architekten auf der größten Baustelle Europas austoben, würde ich nur allzugerne live mitverfolgen. Die modernen Gebäude im Gegensatz zur historischen Speicherstadt egeben ein Genussensemble für das Auge!

Elbphilharmonie Hamburg

Der alte Kaispeicher A, ehemals größtes Lagerhaus des Hamburger Hafens für Kakao, Tee und Tabak, bildet den massiven Sockel für die spektakuläre Glaskonstruktion der Elbphilharmonie und beherbergt unter anderem das siebengeschossige Parkhaus.

Die schillernde Glasfassade – Leuchtkraft auch bei „grauem“ Wetter – besteht aus über 1.000 Fensterelementen, von denen viele aufwendig gebogen und mit kleinen reflektierenden Punkten beklebt sind, um das übermäßige Aufheizen des Gebäudes durch die Sonneneinstrahlung zu verhindern.

Elbphilharmonie

Im Portugiesenviertel zwischen St. Michaelis und Landungsbrücken haben wir uns kulinarisch besonders wohl gefühlt. Viele Lokalbesitzer stammen wirklich von der iberischen Halbinsel, genauso wie das Personal. Wir sind zufällig neben Portugiesen, die in Deutschland leben, gesessen und konnten mit ihnen von Portugal schwärmen.

Moin, moin,

die Womophilen

Blick auf Hamburg von St. Michaelis

Bora Bora

29. Juni 2016 nach sissy | Keine Kommentare

Savudrija

Manchmal muss man einfach weg, egal wohin, Hauptsache ans Meer. Im Juni zieht es uns meist auch während der Schulzeit schon für ein verlängertes Wochenende nach Kroatien. Es ist von uns fast ein „Katzensprung“ in den kleinen Badeort Savudrija, der 50 km südwestlich von Triest liegt. Am Campingplatz „La Pineta“ verbrachten wir vom 11. 06. bis 21. 06. eine wild umwindete, mit sonnigen Abschnitten durchzogene, vom tosenden Meer umgischte und aalglattem Meeresspiegel begleitete, mit sanften Radtouren und Fußballspielen angereicherte, in herrlichen, vom Grillmeister inszenierten Düften schwelgende und mit kroatischem Wein getränkte Zeit.

Blick vom Womo - juhu, wir haben unseren Lieblingsstellplatz ohne Reservierung bekommen!

Blick vom Womo – juhu, wir haben unseren Lieblingsstellplatz ohne Reservierung bekommen!

Blick vom Womo

Blick vom Womo

Die zum Quadrat stürmende Bora fegte die fluffig aufgepeitschten Schaumkronen aus dem Meer- als ob eine mit zu viel Waschmittel befüllte Waschmaschine überquölle

Die zum Quadrat stürmende Bora fegte die fluffig aufgepeitschten Schaumkronen aus dem Meer- als ob eine mit zu viel Waschmittel befüllte Waschmaschine überquölle.

Ich kann stundenlang aufs Meer schauen, es zieht mich wie ein Magnet an und richtet alles in mir aus, versetzt mich in einen Glückszustand.

Ich kann stundenlang aufs Meer schauen, es zieht mich wie ein Magnet an und richtet alles in mir aus, versetzt mich in einen Glückszustand.

Viel Arbeit am Campingplatz! Es muss hier ordentlich gestürmt haben. „Unser“ Platz war bei unserer Ankunft übersät mit Zapfen, abgebrochenen Ästen in bedrohlicher Größe und Nadelstraßen, die auf Wassermengen, die sich hier bewegt haben, schließen lassen.

Aufräumarbeiten in luftiger Höhe

Aufräumarbeiten in luftiger Höhe

In Savudrija steht der älteste und zugleich nördlichste Leuchtturm an der Adria. Bereits 1817/18 erbaut, war er der erste der Welt, der für seine Beleuchtung Gas verwendet hat. Heute kann man sich im Leuchtturm einmieten, ein romantisches Ambiente für Honeymooner oder andere besondere Anlässe.

Angeblich hätte der Leuchtturm Graf Metternich als Liebesnest dienen sollen, in dem er sich mit seiner Geliebten, einer wunderschönen jungen Edelfrau aus Kroatien treffen wollte. Diese verstarb jedoch am Tag der Fertigstellung des Turms und der Graf kam nie hier her. Im Sommer wird diese Geschichte, begleiet von einem Cellokonzert und einem opulenten Menü á la Graf Metternich nachgespielt.

Der Leuchtturm liegt 30 m vom Meer entfernt in einem umzäunten Garten mit mediterranen Pflanzen.

Der Leuchtturm liegt 30 m vom Meer entfernt in einem umzäunten Garten mit mediterranen Pflanzen.

Leuchtturm Savudrija

Leuchtturm Savudrija

Die Gegend eignet sich vorzüglich zum Radfahren, es gibt hier Strecken für alle. Vom Extremradler, der sich auf den Weg ins bergige Hinterland macht, bis zum Genussradler, der zwischendurch das Meer nutzt, wird jeder etwas finden. Wir haben ein Teilstück der stillgelegten Trasse der ehemaligen Bahnverbindung Triest – Poreč zufällig entdeckt und waren begeistert!

Radtour mit Blick auf die Ruinen der Salzarbeiterhäuser der Salinen von Secovlje

Radtour mit Blick auf die Ruinen der Salzarbeiterhäuser der Salinen von Secovlje

Juwel am Weg - Herrschaftshäuser, Villen, Sommerreszidenzen....

Juwel am Weg – Herrschaftshaus, Sommerreszidenz?

Savudrija Juwel

Nur 8 km in das noch menschenleere Umag - immer am Meer entlang

Nur 8 km in das noch menschenleere Umag – immer am Meer entlang

Umag

Umag

Vom Feinsten: Rudi frönt dem Lesen....

Vom Feinsten: Rudi frönt dem Lesen….

...und ich dem Häkeln.

…und ich dem Häkeln.

Apropos: Auf unserer Sabbaticaltour Teil1 habe ich eine Decke für Rudi gestrickt, in einer Länge, die auch seine Zehen wärmt. 😉 All unsere schönen Erlebnisse sind jetzt in glatten und verkehrten Maschen in Zöpfen eingestrickt und erfreuen uns bestimmt an langen Winterabenden, wenn wir in Erinnerungen schwelgen.

Decke für Rudi

Unser Lieblingsplatzerl ist im winzigen Hafen. Am Meeresboden kann man die Boote nicht verankern, deshalb werden sie an Holzverstrebungen aufgehängt. Es ist hier schon um sechs Uhr morgens vor dem ersten Schwimmen bei Sonnenaufgang wunderschön, am Abend sowieso. Vorsicht: Bilderflut!

Morgens früh um sechs...

Morgens früh um sechs…

Savudrija

Lieblingsplatzerl Savudrija

Bootsanlegestelle Savudrija

Bootsaufhängestelle Savudrija

Schulklasse im Hafen

Tut so gut!

Tut so gut!

Savudrija Camping Pineta

Am Morgen - Hafen

Landesteg Savudrija

Savudrija

Bok,

die Womophilen

La Pineta